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Grimma Schultag 1 in Beucha voller Spannung
Region Grimma Schultag 1 in Beucha voller Spannung
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05:00 10.08.2010
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. Für die 26 Abc-Schützen wurden die Sitzreihen aber nur in einem gemeinsamen Klassenraum vorbereitet.

Damit habe man zwar die für die Schule mögliche Höchstgrenze erreicht, unterschreite aber die Mindestzahl von 15 Schülern pro Klasse, um sie auf zwei aufteilen zu können, bedauerte der Schulleiter Gerd Paul, der natürlich kleinere Klassen auch für die individuelle Arbeit mit den Schülern bevorzugt. Doch er kann dieses Manko mit Brigitte Rößner als Klassenlehrer kompensieren. „Nein, ich weiß wirklich nicht mehr, wie viele erste Klassen ich schon hatte", überlegte die Pädagogin, die selbst in diese Grundschule ging, schon immer Lehrerin werden wollte und nun schon seit 37 Jahren im Schuldienst tätig ist. Erfahrung, von der die Knirpse profitieren werden, wenn sie nun das erste Mal zu Stift und Heft greifen. Völlig unbekannt sind sich Schüler und Lehrerin ohnehin nicht. Im Rahmen von schulvorbereitenden Maßnahmen besuchte Brigitte Rößner ihre zukünftigen Vorschulkinder schon im Kindergarten. „Diese Kontakte waren, gefördert durch die kooperative Zusammenarbeit mit den Erziehern, sehr hilfreich für die Schulvorbereitung der Erstklässler."

Sie dienten auch dazu, manche Hemmschwelle abzubauen. Doch die schien es für die Knirpse sowieso nicht gegeben zu haben, als sie das Klassenzimmer betraten. Viel größer dürfte das Herzklopfen der Eltern gewesen sein, die ihre Schützlinge zu den Bänken begleiteten. Freilich nicht ganz ohne Stolz. Das gab auch Kristina Hannemann, die Mutti von Jonathan, unumwunden zu. Sohnemann selbst freut sich besonders auf das Lesen, damit er nicht mehr nur die Bilder angucken muss, sagte er erwartungsvoll. Indes ließ sich auch seine Banknachbarin Sina nieder, die er schon aus dem Kindergarten kennt, was das Mädchen mit einem freundlichen Kopfnicken bestätigte. Mutti Simone Kempe glaubte einen Vorteil für ihren Sohnmann Fabio darin zu sehen, dass er auf der ersten Bank sitzen darf. Die Entscheidung darüber habe die Klassenlehrerin aber von der Körpergröße der Kinder abhängig gemacht. Und ihr war es wichtig, dass nach Möglichkeit Mädchen und Junge auf einer Bank sitzen. Erst im Laufe der Zeit, so Brigitte Rößner, müsse es sich zeigen, ob sich an der Sitzordnung etwas ändert. Für Gabriele Fontana, die ihre Tochter Luisa begleitete, lief beim Betreten der Schule ein „Film" ab. Denn auch sie habe von 1979 bis 1989 in diesem Haus die Schulbank gedrückt. „Eigentlich ist es heute das gleiche Gefühl beim Betreten der Schule wie vor Jahren bei meinem ersten Schultag", blickte die Mutti zurück. Für Luisa mit ihrem großen Ranzen war das alles nur spannend.

Der Schulalltag hatte die Neuen schließlich voll gefesselt, nachdem die Eltern die Tür des Klassenzimmers von außen schließen mussten. Erste Zahlen und Buchstaben machten die Runde und auch der Füllhalter wurde schon gebraucht.

Frank Schmidt

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