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Schulzentrum in Großbardau: Anmeldung auf stabilem Niveau

Bildung Schulzentrum in Großbardau: Anmeldung auf stabilem Niveau

Das Evangelische Schulzentrum Muldental kann auf stabile Anmeldezahlen fürs neue Schuljahr verweisen. Neu geregelt hat der Trägerverein das Schulgeld für die Eltern. Es wird ab August nicht mehr einkommensabhängig erhoben. Dafür entfällt das Materialgeld. Zudem hofft die Schule demnächst auf die staatliche Anerkennung fürs Gymnasium.

Deutschlehrerin Berit Klöppner kann im Evangelisches Schulzentrum Großbardau individueller auf die Bedürnisse der einzelnen Schüler eingehen

Quelle: Thomas Kube

Grimma/Grossbardau. Das Evangelische Schulzentrum Muldental kann nicht allen Schülern, die fürs nächste Schuljahr angemeldet wurden, Platz bieten. 34 Eltern wollten ihre ABC-Schützen an die Schule nach Großbardau schicken, „wir können aber nur 27 neue Grundschüler aufnehmen“, erläutert Geschäftsführer Niko Kleinknecht. Darunter sind auch zwei künftige Erstklässler, die sonderpädagogisch zu fördern sind. Im Bereich der Oberschule verzeichnet das Schulzentrum in freier Trägerschaft 16 Anmeldungen. Diese künftigen Fünftklässler können alle die Bildungsstätte in freier Trägerschaft besuchen, während beim Gymnasium noch einem Elternpaar abgesagt werden muss. Hier gab es 21 Anmeldungen, Platz ist für 20 Fünftklässler.

Am Schulzentrum, das vom gleichnamigen Elternverein getragen wird, werden zur Zeit 107 Grundschüler, 96 Oberschüler und 89 Gymnasiasten unterrichtet. Die Grundschule zählt fünf Stammgruppen, in denen maximal 22 Erst- bis Viertklässler gemeinsam auf die weiterführende Schule vorbereitet werden. Oberschule und Gymnasium sind einzügig ausgelegt, die Klassenstärke ist auf 20 Mädchen und Jungen beschränkt.

„Wir hätten in Oberschule und Gymnasium gern noch mehr Anmeldungen gehabt, um die Gruppen homogener zusammenstellen zu können“, erläutert Kleinknecht, seit vier Jahren Geschäftsführer am Schulzentrum. Die Schüler müssten empfänglich sein für die offene Unterrichtsform an der Schule. Die Pädagogik setzt stark auf Gruppen-, Partner- und Freiarbeit. Hausaufgaben gibt es nicht. Die pädagogische Ausrichtung würden Eltern ebenso schätzen wie die kleinen Klassen, weiß Kleinknecht die Anmeldezahlen zu werten.

Änderungen stehen den Eltern beim Schulgeld ins Haus. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Trägervereins hat im März für die neue Regelung den Weg frei gemacht. Danach wird das Schulgeld vereinheitlicht. Für ein Grundschulkind zahlen die Eltern ab 1. August monatlich 90 Euro, ein Platz in Oberschule und Gymnasium kostet dann monatlich 110 Euro. Im Jahr macht das 1080 beziehungsweise 1320 Euro. Hinzu kommt eine freiwillige Spende. Dafür entfällt das Materialgeld, das bislang jährlich 100 Euro für jedes Schulkind betrug. Diese Zahlweise, die den Verwaltungsaufwand reduzieren soll, löst das bislang einkommensabhängige Schulgeld ab, das bis 180 Euro im Monat reichte. Eltern, denen es schwer fällt, das Schulgeld aufzubringen, könnten eine Ermäßigung beantragen, sagt Kleinknecht. „Wir wollen niemanden ausschließen und finden immer eine Lösung.“ Aus finanziellen Gründen werde niemand abgewiesen.

In Schulzentrum und Hort arbeiten derzeit 65 Mitarbeiter, acht davon in der Verwaltung. Der Trägerverein, der praktisch ihr Arbeitgeber ist, finanziert den Schulbetrieb vor allem über die Zuschüsse der Bildungsagentur. Pro Schüler und Jahr gibt es 3800 (Grundschule), 5100 (Oberschule) und 5900 (Gymnasium) Euro. Das Schulgeld der Eltern deckt knapp 15 Prozent der Ausgaben.

Während Grund- und Oberschule bereits staatlich anerkannt sind, befindet sich das Bildungszentrum mit seinem Gymnasium im Anerkennungsverfahren. In diesem Monat findet dazu der letzte Besuch der Bildungsagentur statt. Das Siegel ist nötig, damit die Zwölftklässler an der Schule ihr Abitur ablegen können. Kleinknecht und sein Team hoffen auf die Anerkennung noch in diesem Schuljahr, denn im August wird aus den jetzigen Elftklässlern der erste Abiturjahrgang in Großbardau.

Deshalb sind laut Kleinknecht wohl auch noch ein bis zwei Lehrer einzustellen. Er weiß indes, dass der Markt umkämpft ist. Der Trägerverein zahlt seinen Lehrern 90 Prozent des Gehalts der staatlichen Schulen. Übrigens: Egal ob sie in Grundschule, Oberschule oder Gymnasium unterrichten – in Großbardau erhalten alle Lehrer das gleiche Einkommen.

Von Frank Prenzel

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