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Grimma Schwelbrand in Grechwitz bei Grimma – Hanfplantage aufgeflogen
Region Grimma Schwelbrand in Grechwitz bei Grimma – Hanfplantage aufgeflogen
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17:41 06.09.2017
Aus dem Mehrfamilienhaus stieg dichter Qualm. Quelle: Frank Schmidt
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Grimma/Grechwitz

Insgesamt 24 Kameraden aus Grimma, Kaditzsch und Döben sind am Mittwochvormittag an die Schläuche gerufen worden, nachdem aus dem Dach eines Mehrfamilienhauses im Grimmaer Ortsteil Grechwitz Rauch und Qualm ins Freie drang.

Als Brandursache gilt eine überlastete Stromleitung, die Energielieferant für Licht- und Wärmequellen war, mit denen eine illegal betriebene Hanfplantage in den oberen Räumen des Hauses betreiben wurde. Die Polizei bestätigt den Fund der Drogenpflanzen, hält sich aber mit weiteren Information zunächst zurück. Gegen den Plantagen-Besitzer lag ein Haftbefehl vor. Er wurde noch vor Ort festgenommen.

Wegen des Drehleiter-Einsatzes musste die S38 kurzzeitig gesperrt werden. Quelle: Frank Schmidt

Eine Nachbarin hatte Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst alarmiert. „Da keine offenen Flammen aufloderten und deshalb noch unklar war, woher der Qualm kam, wurde zunächst unter Atemschutz nach möglichen Personen gesucht, während drei der vier gemeldeten Hausbewohner aus eigener Kraft und unverletzt das Gebäude verlassen konnten“, sagte Einsatzleiter Daniel Klemm. Diese Personen wurden vom Rettungsdienst in Empfang genommen und einer ersten medizinischen Untersuchung auf Rauchgasvergiftungen untersucht.

Kameraden aus Grimma, Kaditzsch und Döben waren ausgerückt. Quelle: Frank Schmidt

Nachdem keine weiteren Personen festgestellt wurden, konnten sich die Kameraden auf das Ablöschen eines Schwelbrandes konzentrieren, der in einer Zwischendecke im Obergeschoss ausgebrochen war. „Wir müssen nun die ganze Zwischendecke öffnen, um sicher zu sein, dass keine weiteren Glutnester vorhanden sind“, schilderte Klemm das weitere Vorgehen. Das Gebäude mit drei Wohnungen sei vorläufig unbewohnbar.

„In Absprache mit dem Hauseigentümer konnten wir alle Personen in Ausweichquartiere unterbringen“, sagte Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger, der gemeinsam mit der Ordnungsamtsleiterin Katrin Werner vor war. Da auch die Drehleiter vor Ort war, musste die S38 zwischen Grimma und Mutzschen kurzzeitig voll gesperrt werden. Später wurde der Verkehr wechselseitig am Unglücksort vorbeigeführt.

Die verkohlte Zwischendecke. Quelle: Frank Schmidt

Es war der erste größere Einsatz, nachdem die Rettungsleitstelle von Grimma nach Leipzig gezogen war. In diesem Kontext merkte Berger an, dass die Alarmierung zwar reibungslos verlief, kritisiert aber Probleme mit der Kommunikation, „die zeitweilig völlig zusammengebrochen ist“. Hierzu mahnte er dringend Nachjustierungen an, „um den Kameraden konkrete Anweisungen zukommen zu lassen“, fügte Berger an.

Von Frank Schmidt

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