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Grimma Schwerer Unfall bei Grimma: 18-Jährige stirbt im Krankenhaus
Region Grimma Schwerer Unfall bei Grimma: 18-Jährige stirbt im Krankenhaus
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17:34 11.06.2018
Auf der Umgehungsstraße B107 in Grimma ist es am Sonntag gegen 14 Uhr im Kreuzungsbereich der Leipziger Straße zu dem Verkehrsunfall gekommen. Quelle: Frank Schmidt
Grimma

Der schwere Verkehrsunfall vom Sonntag auf der Umgehungsstraße B107/Grimma im Kreuzungsbereich S38 zwischen Grimma und Grethen hat neben drei teils schwer verletzten Personen nun auch ein Todesopfer gefordert. Die 18-jährige Beifahrerin in einem Pkw Audi konnte am Unfallort noch reanimiert und mit einem Rettungshubschrauber in eine Leipziger Klinik geflogen werden, erlag jedoch in der Nacht zum Montag ihren schweren Verletzungen.

Ampelanlage war außer Betrieb

Die Situation unmittelbar nach dem Crash: Einsatzkräfte der Polizei und Freiwilligen Feuerwehr Grimma sowie des Rettungsdienstes konzentrieren sich auf die Hilfeleistungen. Der Unfallhergang ließ sich nicht sofort rekonstruieren. Erst Birgit Höhn von der Polizeidirektion in Leipzig klärte am Montag auf. „Nach Rücksprache mit dem Verkehrsunfalldienst können wir bestätigen, dass der Audi auf der Leipziger Straße von Grimma kommend die B107 überqueren wollte und auf der Kreuzung mit dem Mercedes Kleinbus kollidierte, der auf der Umgehungsstraße in südliche Richtung unterwegs war. Die 50-jährige Audifahrerin und die 35-jährige Mercedesfahrerin sowie das Kind im Kleinbus wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.“ Und, so fügte die Polizeisprecherin hinzu, „die Lichtsignalanlage der Ampelkreuzung war zum Unfallzeitpunkt nicht in Betrieb.“ Warum, vermochte sie nicht zu sagen.

Berger plädierte zum Bau der Straße für Kreisverkehre

„Die Zuständigkeit liegt beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV), da es sich um eine Kreuzung mit Bundes- und Staatsstraße handelt“, sagte Grimmas Oberbürgermeister Matthias Berger. „Aber davon abgesehen haben wir als Stadt damals, als es um den Bau der Umgehungsstraße ging, auf der gesamten Umgehungsstraße Kreisverkehre gefordert, was nicht berücksichtigt wurden.“ Was wohl auch rechtlich unmöglich gewesen sei, denn der damalige Verkehrsminister Tiefensee habe zur Freigabe der Umgehungsstraße klargestellt, so zitiert Berger den Minister, „dass es bei Bundes- und Kreisstraßen ein Über- und Unterverhältnis geben muss, was nur mit Ampelkreuzungen möglich ist.“ Eine Gesetzmäßigkeit, die Berger „nicht versteht. Deshalb wolle er den Unfall zum Anlass nehmen, um darum zu bitten, das Ganze prüfen und ändern zu lassen. Denn das Gefährdungspotenzial bei einem Kreisverkehr ist um ein Vielfaches geringer.“

Lasuv: Ampelkreuzung ist in baulich sicherem Zustand

Beim zuständigen Landesamt für Verkehr ist man anderer Meinung. „Die B 107-Ortsumfahrung ist baulich in einem sicheren Zustand“, lässt Isabel Siebert vom Lasuv wissen. Und: „Ein ausnahmsweise aufgetretener technischer Defekt an der Ampelanlage kann diese generell sichere Ampelkreuzung auch nicht infrage stellen. Ein Umbau zum Kreisverkehr ist schon deshalb nicht geboten.“ Im Übrigen, so die Behördensprecherin weiter, „müssen normale Verkehrszeichen als Festbeschilderung mit derselben Ernsthaftigkeit Beachtung finden wie Ampelsignale. Die Kreuzung ist bereits von Weitem gut einzusehen. Warum die Fahrzeuge dennoch zusammengestoßen sind, muss die Polizei nun aufklären.

Von Frank Schmidt

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