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Grimma Schwung bekommen, um aktiv zu sein
Region Grimma Schwung bekommen, um aktiv zu sein
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00:18 29.05.2017
Verschafft wieder Schwung: Junge Mütter beim Kanga-Training. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Grimma

Das war die ganz große Gelegenheit, den „Schweinehund hier abzugeben“. Mit diesem originellen Slogan warb die Werbegemeinschaft dank Initiative der Apotheke im PEP für ihren Aktionstag, bei dem es rund um die Gesundheit ging. Verschiedene Anbieter in den Bereichen Gesundheit, Fitness und Heilkunde informierten über Angebote zur Gesundheitsvorsorge. Besucher und Kunden konnten Hilfe zur Selbsthilfe aufschnappen und selbst körperlich aktiv werden. Etwa beim „Strampeln für den guten Zweck“. Dabei galt es, auf einem Heimtrainer mindestens zehn Minuten zu radeln, denn für jede Minute strampeln rollte ein Euro in die Kasse des Kinderlehmhauses in Bahren. Das Geld dafür, am Ende waren es 800 Euro, wurde von einem regionalen Autohaus gesponsert und werde in die Renovierung von Gruppenräumen gesteckt, versicherte René Walther vom Kinderlehmhaus.

„Ach nee, das ist eher was für sportlichen Typen. Unter meinem Gewicht würde das Fahrrad wohl zusammenbrechen, dann könnten andere nicht mehr für den guten Zweck weiterstrampeln“, witzelte Andreas Braunsdorf, der nach eigenen Angaben knapp 110 Kilogramm auf die Waage bringt. Dass der 43-Jährige so offen damit umging, sei einfach zu erklären. „Ich weiß ja, dass ich übergewichtig bin, was mich auch sehr ärgert. Deshalb bin ich mal gezielt hierher gekommen, um Tipps gegen meinen inneren Schweinhund zu bekommen. Zwar habe ich einen Bürojob, aber keine Zeit für mehr Bewegung zu haben, ist auch nur eine faule Ausrede“, sagte er. Für andere, wie Andrea Schubert beispielsweise, bestand, gut trainiert, nicht einmal die Gefahr, außer Atem zu kommen. Und so gab es auch kein Problem, in die Pedalen zu treten.

Ein ganz anderes Angebot richtete sich an junge Mütter, um mit ihren Kindern im Beutel, sozusagen per Huckepack entweder auf dem Rücken oder vor der Brust tragend, aktiv Sport machen zu können. „Das ist ein postneutrales Workout, was sich Kanga-Training nennt und die Muskulatur stärkt, Schwangerschaftspfunde purzeln lässt, den Beckenboden trainiert, die Haltung verbessert und ganz einfach Spaß macht“, erklärte die ausgebildete Kanga-Trainerin Diana Hennig. Diana Bruns mit ihrem sechsmonatigen Georg konnte das nur bestätigen. „Ich bin wieder unter Leuten und bekommen den Schwung, wieder aktiver zu sein“, sagte die teilnehmende Mutti.

Heimische Kräuter hatte Constanze Kapell extra frisch aus dem Schoß von Mutter Natur mitgebracht. „Einmal quer über die Wiese gelaufen, was ich dort gefunden habe, sehen wir hier. Schafgarbe, Löwenzahn, Hirtentäschel und Spitzwegerich beispielsweise.“ Insgesamt waren es etwa 30 Kräuter, die jeder schon einmal gehört habe, doch deren wirkende Kraft vielen nicht bekannt sei. „Vielleicht weiß die ältere Generation damit noch eher etwas anzufangen“, glaubte die Kräuterfee.

Von Frank Schmidt

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