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Grimma „See in Flammen“ fällt dieses Jahr aus
Region Grimma „See in Flammen“ fällt dieses Jahr aus
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00:31 03.06.2018
„See in Flammen“ vergangenes Jahr am Moritzsee. Quelle: Frank Schmidt
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Naunhof

Freunde hochkarätigen Feuerzaubers schauen dieses Jahr am Ammelshainer Moritzsee in den Mond. Die für den 14. Juli vorgesehene Veranstaltung „See in Flammen“ fällt aus, gab Bürgermeister Volker Zocher zur jüngsten Sitzung des Arbeitskreises Umwelt und Naturschutz im Rathaus bekannt. Manche bedauern das, andere freut’s.

Veranstalter hat organisatorische Gründe für Absage

Nach zwei Auflagen des Feuerwerkspektakels bestätigt Marcel Schröder von der Rotring Entertainment GmbH Regis-Breitingen, dass er absagen musste. „ Der Grund sind organisatorische Probleme. Wir haben einfach so viele Veranstaltungen, dass wir diese nicht auch noch schaffen“, sagt er auf Anfrage. Seine Gesellschaft biete deshalb dieses Jahr nur das See-You-Festival am Moritzsee an. Für die Open-Air-Veranstaltung am 30. Juni, ab 16.30 Uhr, gibt es im Büro der Naunhofer KulturWerkStadt noch einige Tickets.

Die Leiterin der Einrichtung, Anja Gaitzsch, findet es schade, dass die Feuerwerksgroßveranstaltung dieses Jahr nicht läuft. „Wir hätten uns gefreut, wenn es sie wieder gegeben hätte“, erklärt sie. Anders die Stimmung beim Grünen Tisch, der im Arbeitskreis Umwelt und Naturschutz vertreten ist. Helge Heinze kann der Entscheidung nur Gutes abgewinnen. „Es gibt viele Leute, die ,See in Flammen’ belastet hat“, bemerkt sie.

Stadtrat für ruhige Nutzung der Seen

Der Stadtrat sei eher für eine ruhige Nutzung der Naunhofer Seen und damit gegen Großveranstaltungen, informiert Bürgermeister Zocher. „Wir wollen etwas Kultur hinbringen mit Amphitheater und Sauna, sind uns aber über das Konzept noch nicht einig.“ Am Ende müsse auf alle Fälle eine schwarze Null stehen, was heißt, die Stadt will ihre Ausgaben gedeckelt bekommen.

Investition bei Toilettenhäuschen

Größere Investitionen stehen laut Bürgermeister bei den Toilettenhäuschen im Naherholungsgebiet an. Sie müssten dringend saniert werden, ansonsten würden sie die Umweltbehörden schließen. Auch der Bau einer Leitung werde gefordert, um das Abwasser aus der Trinkwasserschutzzone herauszuführen. Zocher: „Wollen wir das alles hinkriegen, müssen wir Geld verdienen. Deshalb bleibt es für eine Übergangszeit bei Großveranstaltungen am See.“

Geht es nach den Vorstellungen von Rotring, könnten es nächstes Jahr sogar mehr denn je werden. Dann will Schröder nicht nur eine Neuauflage von „See in Flammen“ und des See-You-Festivals, sondern darüber hinaus ein drittes Event etablieren. „Im Juni oder Juli schwebt uns ein Konzert mit einer bekannten deutschen Band vor“, lässt er wissen.

Von Frank Pfeifer

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