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Seelingstädter Feuerwehrdepot soll gesichert werden

Instandsetzung statt Neubau Seelingstädter Feuerwehrdepot soll gesichert werden

Auf wackligen Füßen steht das Feuerwehrgerätehaus Seelingstädt. Wenn nicht Hand angelegt wird, droht es sogar irgendwann einzustürzen. Der Technische Ausschuss hat sich deshalb auf eine Notsanierung geeinigt. Beschließen müsste sie aber der Stadtrat, der am Montag extra in der Immobilie zur Sitzung zusammenkommt, um sich die Schäden genau anzuschauen.

Die 1940 gegründete Freiwillige Feuerwehr von Seelingstädt soll Bestand haben. Dafür muss das Gerätehaus gesichert werden.

Quelle: Thomas Kube

Trebsen/Seelingstädt. Auf wackligen Füßen steht das Feuerwehrgerätehaus Seelingstädt. Wenn nicht Hand angelegt wird, droht es sogar irgendwann einzustürzen. Der Technische Ausschuss hat sich deshalb auf eine Notsanierung geeinigt. Beschließen müsste sie aber der Stadtrat, der am Montag extra in der Immobilie zur Sitzung zusammenkommt, um sich die Schäden genau anzuschauen.

Erhebliche Risse haben sich in Wänden, Fußboden und Decke aufgetan. Laut Bauamtsleiterin Marika Haupt ist das Erdreich unter dem Gebäude alles andere als stabil. Es verschiebt sich je nach Grundwasserstand, vor allem bei Hochwassern des Kranichbachs. In der Folge bewegt sich das gesamte Gebäude, weshalb sich Ritzen auftun. Vergrößert wird der Effekt, weil bei der Errichtung auf einen Ringanker unterm Dach verzichtet wurde.

Lange gab es Diskussionen, ob es nicht Sinn macht, das Gebäude aufzugeben und an anderer Stelle außerhalb des flutgefährdeten Gebiets ein neues Feuerwehrdepot zu schaffen. „Doch das geben momentan weder unser Haushalt noch die Fördersätze her“, beschrieb Steffen Slowik (CDU) im Ausschuss die Position der Stadt. Mit der Wehr wurde deshalb eine andere Variante besprochen. „Die Kameraden stehen hinter ihr“, sagte Haupt.

Vorgesehen ist nun eine beschränkte Instandsetzung des Gerätehauses. Die Unterhangdecken sollen entfernt werden, um innen unterm Dach einen Ringanker aus Holzbalken einziehen zu können, der mit den tragenden Wänden verdübelt wird. Er kann die Bildung von Rissen zwar nicht verhindern, aber wenigstens reduzieren. An den Wänden werden Gipsmarken aufgesetzt, an denen sich ablesen lässt, wie sich die Risse verändern.

„Dieses Vorgehen bietet uns keine hundertprozentige Sicherheit für einen dauerhaften Bestand“, räumte Marika Haupt ein. Es sei zunächst an eine Lösung für die nächsten zehn Jahre gedacht. Danach müsse höchstwahrscheinlich ein Neubau angegangen werden. „Wenn wir aber jetzt nichts tun, droht uns das Gebäude wie ein Kartenhaus auseinanderzuklappen“, verdeutlichte die Bauamtsleiterin den Ernst der Lage. Und Slowik fügte an: „Es geht um die Feuerwehr für fast 700 Einwohner, sie muss gesichert sein.“

Bürgermeister Stefan Müller (CDU) will auf alle Fälle vermeiden, das jetzige Gerätehaus wegen Baufälligkeit schließen zu müssen. „Würden wir die Kameraden nach Trebsen oder Altenhain schicken, würden uns wohl die allermeisten nicht zur Stange halten. So ist es jedenfalls in anderen Gemeinden geschehen“, mahnte er. Daraufhin empfahl der Ausschuss dem Stadtrat, die vorgeschlagene Art der Sanierung zu beschließen.

Zu ihr gehört außerdem, das Dach des Sanitäranbaus auf Vordermann zu bringen. Es muss mitsamt der Schalung entfernt werden, um zu prüfen, ob es nur durch Nassfäulepilze oder durch den Echten Hausschwamm angegriffen ist. Im letzteren Falle wären auch die Dachsparren zu ersetzen und das Mauerwerk zu behandeln.

Sollte sich der Stadtrat für die Instandsetzung entscheiden, müsste sich die Feuerwehr trotzdem noch etwas gedulden, bis diese angegangen wird. Würden die Arbeiten jetzt ausgeschrieben, so Haupt, käme der Stadt die Sanierung sehr teuer, weil die Auftragsbücher der Handwerksfirmen voll seien. „Günstiger wäre es, im Herbst auszuschreiben und im Frühling kommenden Jahres mit den Arbeiten zu beginnen“, sagte sie. „Das ist kein Problem, denn es besteht keine akute Einsturzgefahr. Und Fördermittel wurden uns bis Ende 2019 zugesichert.“

Von Frank Pfeifer

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