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Grimma Seelingstädter Kegler packen Chance beim Schopfe
Region Grimma Seelingstädter Kegler packen Chance beim Schopfe
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15:46 19.05.2015
Rauchende Köpfe statt rollende Kugeln: Diethelm Wermter (r.) bespricht mit den Vereinsmitgliedern Dietmar Peterhänsel und Kai Grobe (l.) Planungsdetails. Quelle: Roger Dietze

Darin wirbt dieser um finanzielle Unterstützung für ein einmaliges wie ehrgeiziges Projekt.

Der Freistaat Sachsen stellt seinen Sportvereinen für die Sanierung, Rekonstruktion, Modernisierung sowie den Neubau von Sportstätten einschließlich zugehöriger Funktionsanlagen in diesem und im kommenden Jahr eine bis zu 50-prozentige Förderung in Aussicht. Im Rahmen einer Mitgliederversammlung entschieden sich die Seelingstädter Kegler, die über die Hälfte der Vereinsmitglieder stellen, das Angebot zu nutzen.

"Eine kostenintensive Sanierung des Bestandobjektes hätte für uns sowieso mehr oder weniger zeitnah zur Debatte gestanden. Abgesehen davon müssen wir eine solche Chance, die wohl so schnell nicht wiederkommt, beim Schopfe packen", benennt Vereins-Vize Diethelm Wermter den Grund für die einstimmige Meinungsfindung. Hinzu komme, dass die erste Männermannschaft bislang bei ihren Heimauftritten gezwungen sei, nach Bennewitz auszuweichen, um die dortige Vierbahn-Anlage zu nutzen. "Verfügen wir künftig selbst über eine solche Anlage, können wir sie unsererseits zur Anmietung anbieten und auf diese Art und Weise Einnahmen generieren."

Allein, dies ist noch Zukunftsmusik, in der Gegenwart gilt es für Seelingstädts Kegler, die nötigen Eigenmittel in Höhe von 20 000 Euro auf dem Vereinskonto nachzuweisen. Und zwar nicht etwa irgendwann, sondern vielmehr bereits in der nächsten Woche. Nachdem die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 4000 Euro zugesagt hat, ging Dietmar Peterhänsel in die Spur. Mit beachtlichem Erfolg. Inklusive Eigenkapitalmitteln in Höhe von 5000 Euro und des zugesagten städtischen Zuschusses weist das virtuelle Vereinskonto knapp 14 000 Euro aus. "Wir danken allen bisherigen Unterstützern und können nach dieser Entwicklung zuversichtlich sein, auch das restliche Geld zusammenzubekommen", so Diethelm Wermter.

Ehrgeizig bleibt das Projekt indes auch weiterhin. Denn zum einen müssen jede Menge Eigenleistungen erbracht und bei der Sparkasse Muldental ein bereits zugesagter Kredit über 70 000 Euro aufgenommen werden, zum anderen muss mit der kalkulierten Summe von 232 362 Euro das neue Vereinsdomizil energetisch so ausgestattet werden, dass der aktuelle Energieverbrauch um ein knappes Drittel unterschritten wird. Eine Hürde, darin sind sich die Kegler einig, die man überspringen werde, um im nächsten Frühjahr den ersten Spatenstich setzen zu können. Rollen dann ein gutes Jahr später die ersten Kugeln über die dann vier Bahnen, wird das Vereinsdomizil zudem über eine komplett sanierte Damentoilette, zwei neue Umkleidekabinen sowie eine Kleinküche mit Durchreiche in den Zuschauerraum der Kegelbahn verfügen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.09.2013

Dietze, Roger

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