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Seelingstädter Speicher bleibt ein Entwicklungsprojekt

Seelingstädter Speicher bleibt ein Entwicklungsprojekt

Manfred Müller hatte Sekt und Orangensaft wohlweislich vor seiner Rede an die Gäste verteilen lassen. "Wer ein Glas in den Händen hält, kann nicht klatschen", so augenzwinkernd der Vorsitzende des Seelingstädter Heimatvereins, der am Sonnabend langjährige Wegbegleiter, Sponsoren, regionale politische Größen sowie darüber hinaus in irgendeiner Form mit dem Speicher verbundene Menschen in selbiges Gebäude zu dessen Einweihung eingeladen hatte.

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Göttlicher Beistand: Der katholische Pfarrer Gregor Hansel weiht im Rahmen der Eröffnungsfeier den Speicher.

Quelle: Roger Dietze

Trebsen/Seelingstädt. Herkulesaufgabe zu gutem Ende geführt

Und Anlass zum Klatschen gab es im Verlauf von Müllers Rede ob dem Erreichten genug. Dass es zu dieser Einweihung nach Jahren des Kampfes und des Einsatzes im Rahmen dieser Herkulesaufgabe am Ende überhaupt gekommen ist, verwundert auch heute noch so manchen. "Die Frage, ob es nicht doch besser sei, den Abrissbagger zu holen, haben wir insbesondere in der Anfangszeit nicht selten vernommen", so Müller, der gleichwohl auch jene in seine Dankesworte einschloss, "die nicht an uns geglaubt haben, die sich aber von uns haben bekehren lassen", so der Leiter des benachbarten Caritas-Pflegeheims. Er verheimlichte nicht, dass selbst die Protagonisten ab und zu den Glauben an einen guten Ausgang der Sache verloren hatten. Unter jenen, die dem Speicher-Projekt über die Jahre die Treue gehalten haben, hob Manfred Müller Landrat Gerhard Gey (CDU) hervor, der "uns einen Weg zu einem Zeitpunkt gewiesen hat, als wir ihn selbst nicht mehr zu finden geglaubt hatten".

Sanierung kostete 230 000 Euro

Umso mehr sei das in rund 20 Jahren erreichte Ziel weit mehr als ein saniertes Gebäude aus Stein, sondern vielmehr ein Haus der Gemeinschaft. "Wir können mit Fug und Recht sagen, dass unser Ort etwas hat, worum uns die Götter beneiden mögen, nämlich einen enormen Zusammenhalt", so Müller. Ein Zusammenhalt, der nicht unmaßgeblich den erfolgreichen Abschluss des 230 000 Euro-Mammutprojektes möglich hat werden lassen. Denn immerhin ein Viertel dieser Summe musste der Verein selbst mit finanzieller Unterstützung des Caritas-Verbandes Dresden-Meißen sowie über Spenden stemmen. Von einem abgeschlossen Projekt indes wollte der Heimatvereins-Vorsitzende nicht sprechen. "Der Speicher ist und wird nie fertig, vielmehr bleibt er ein Entwicklungsprojekt."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.03.2015
Roger Dietze

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