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Grimma Seesportverein Grimma: Große Freude über Kutter Milda und Sachsenmeistertitel
Region Grimma Seesportverein Grimma: Große Freude über Kutter Milda und Sachsenmeistertitel
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11:33 16.06.2016
Der neue Kutterruder Milda: In mühevoller Kleinarbeit sanierten ihn Mario Bujak, der als Ausbilder und Trainer im Verein tätig ist, und Frank Oehmichen, der Vater eines Sportlers im Verein. Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma

Mit Provisorien müssen der Seesportverein „Albin Köbis“ und die Wassersportschule Grimma/Mulde derzeit noch leben. Denn noch immer sind die Schäden der Juni-Flut 2013 nicht beseitigt. Das Vereinshaus an der Roggenmühle wird nicht vor 2017 entstehen. Dennoch geht das Vereinsleben weiter. „Nach dem Anrudern nahmen wir mit dem Ruderkutter Phoenix an der 42. Auflage der Vogalonga in Venedig teil.

Die Mitglieder des Grimmaer Seesportvereins waren in Venedig. Quelle: Privat

1700 Boote gingen dort an den Start“, erzählt Mario Bujak (47), der als Ausbilder und Trainer im Verein tätig ist. „Es war ein Rudermarathon über fast 40 Kilometer“, ergänzt die Vorsitzende des Vereins, Iris Berg-Bujak (53). Hochmotiviert kam das Team aus Venedig zurück und übernahm kurzfristig die Ausrichtung der Sachsenmeisterschaften im Kutterrudern in Grimma. Dabei konnte der Seesportverein Grimma erstmals den Titel Sachsenmeister im Kutterrudern erringen. Die Jüngsten komplettierten mit Charlotte Viveca Pastille und Louis Krabbes im Dinghyrudern den Erfolg und dürfen sich ebenfalls Sachsenmeister nennen. Einen Erfolg konnten auch die „Jungen Wilden“, die Junioren des Vereins, die gemeinsam mit der AG Rudern der Oberschule Grimma an den Start gingen, verbuchen, auch wenn sie nur auf Platz zwei hinter „Titanic 2“ bei der Schülerregatta kamen.

Doch die größte Überraschung war, dass der Seesportverein „Albin Köbis“ nun über drei Kutter verfügt. „Aus Frankfurt/Oder hatten wir uns als Ersatz für den im Hochwasser verlorenen Holzkutter ein sanierungsbedürftiges Boot geholt, welches Mario gemeinsam mit einem Vati eines jungen Seesportlers, auf Vordermann brachte“, erzählt Iris Berg-Bujak. Während der Veranstaltung wurde das Boot auf den Namen Milda getauft, die alte Namensform der Mulde, die von Namensforschern als die Wasserreiche übersetzt wird. „Wir wollen den Kutter Tiger etwas schonen. Ihn wollen wir als nächstes sanieren“, so Mario Bujak.

In diesem Jahr gingen sechs Schülermannschaften an den Start der 12. Schülerregatta. Beim 7. Jedermanns-Rennen waren es 13 Mannschaften. Hier holte sich Rot-Weiß-Grimma den Pokal. „Es hatte sich bei der Schülerregatta in diesem Jahr bewährt, dass nicht eine Schulklasse eine Mannschaft stellen musste, sondern, dass auch Freunde der Schüler mit im Boot sitzen konnten, da mit der U 21-Regelung die Startvoraussetzung unserer Sportordnung angepasst wurde“, freut sich die Vereinsvorsitzende.

Einen Aufschwung in der Nachwuchsarbeit erhofft sich der Verein durch eine intensivere Zusammenarbeit mit der Oberschule Grimma. „Wir sind im Gespräch mit der Einrichtung, dass das Rudern künftig in den Sportförderklassen angeboten und benotet wird“, erklärt die 53-Jährige. Auch ist sie mit den Grundschulen in Kontakt, um Optisegeln als Ganztagsangebot anzubieten. „Wenn unser neues Vereinsgebäude steht, hoffen wir so, dass unsere Wassersportschule zu einem ebensolchen guten Ruf gelangt, wie die Orchesterschule in Grimma ihn bereits hat“, meint sie.

Von Cornelia Braun

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