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Grimma Seniorenbegegnungsstätte Nerchau besteht seit einem Jahr
Region Grimma Seniorenbegegnungsstätte Nerchau besteht seit einem Jahr
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08:00 21.07.2016
Ein Plätzchen im Garten: Bei schönem Wetter unternehmen die Senioren Spaziergänge oder genießen Kaffee und Kuchen im Garten der nahen DRK-Sozialstation. Quelle: Foto: privat
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Grimma/Nerchau

Die Tagesbetreuung mit Seniorenbegegnungsstätte im „Quartier Nerchau“, Hugo-Koch-Straße 2, wurde im Frühjahr 2015 durch den DRK-Kreisverband Muldental eröffnet und erfreut sich seither großer Beliebtheit. Von gemeinsamen Mahlzeiten, Einkäufen und Spaziergängen bis hin zu Ausflügen und Vorträgen bietet Leiterin Simone Riedel den Senioren eine bunte Palette an.

Ursprünglich mit der Betreuung an drei Wochentagen gestartet, wurde das Angebot aufgrund der großen Nachfrage innerhalb kurzer Zeit auf Montag bis Freitag, jeweils von 8 bis 16 Uhr, erweitert. Drei Mitarbeiterinnen und eine Praktikantin kümmern sich mit Hingabe um die Gäste der Tagesbetreuung. „Die Freude an der Gemeinschaft und dem gemeinsamen Tun steht hier für uns im Mittelpunkt“ sagt Simone Riedel. „Jeder unserer Gäste kann und soll sich hier bei uns ganz individuell, je nach Interesse und Fähigkeiten, in den Tagesablauf einbringen.

Der Tag ist nach einem festen Rhythmus strukturiert und bietet dennoch genügend Abwechslung und Betätigungsspielraum. Das ist uns ebenso wichtig wie unseren Senioren und deren Angehörigen, denn unsere Begegnungsstätte ist keine Pflegeeinrichtung, sondern eine Betreuung, die die Selbstständigkeit der Frauen und Männer im Rahmen ihrer jeweiligen Möglichkeiten fördert und unterstützt.“

Die DRK-Tagesbetreuung verschafft den Nutzern für einige Stunden ein wenig Freiraum. Für die meist an Demenz Erkrankten selbst ist das Erleben der Gemeinschaft, die Impulse und Angebote, die sie unter professioneller Betreuung erhalten, eine Möglichkeit, aktiv am sozialen Leben teilzuhaben. „Die gemeinsamen Beschäftigungen und Mahlzeiten sichern zudem die feste Gliederung ihres Alltags, die sie wegen ihrer Erkrankung oftmals verloren haben. Die Angebote orientieren sich stets an den Lebensgewohnheiten jedes Einzelnen, dennoch soll eine feste Tagesstruktur Sicherheit und Orientierung geben“, erklärt Riedel.

So erfolgt morgens die Abholung von zu Hause durch den DRK-Fahrdienst. Mit einem gemeinsam vorbereitetem Frühstück wird der Tag begonnen und besprochen. Nach der Vormittagsgestaltung mit Gymnastik, Basteln, Spaziergängen, Kochen und Backen folgt das Mittagessen. Danach ruhen die Gäste bis 14 Uhr in den komfortablen Pflegesesseln. Dem Vesper, bei schönem Wetter im Garten der DRK-Sozialstation, folgt ein Nachmittagsprogramm, das um 16 Uhr endet.

Zu den Gästen der Tagesbetreuung gesellt sich im Rahmen der Angebote der Seniorenbegegnungsstätte am Mittwoch von 15 bis 17.30 Uhr eine illustre Gruppe rüstiger Senioren zwischen 70 und 80 Jahren aus der Umgebung, die unter Leitung von Ingrid Naumann gemeinsam Kaffeetrinken, Ausflüge unternehmen oder unterschiedliche Aktivitäten durchführen. Dienstags und donnerstags, jeweils 14 bis 16.30 Uhr, treffen sich wiederum acht rüstige Damen, allesamt bereits über 80 Jahre, zum Kaffeetrinken und Spielen. Insofern sei laut Riedel die DRK-Tagesbetreuung mit Seniorenbegegnungsstätte in Nerchau innerhalb eines Jahres zu einem wahren Zentrum der Begegnung und festem Bestandteil der DRK-Angebote für Senioren im Muldental geworden.

„Dies hat sich mittlerweile bereits über die Grenzen Nerchaus hinaus herumgesprochen. Wir erhalten ständig neue Anfragen.“

Von LVZ

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