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Grimma Skulpturen aus dem Stein
Region Grimma Skulpturen aus dem Stein
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13:53 19.05.2015
Aus dem Stein herausgeholt: Ein Großteil der derzeit im Turmuhrenmuseum gezeigten Skulpturen wurde aus Gasbeton gefertigt. Quelle: Roger Dietze

Sie alle haben gemein, im Rahmen des beim Kunst- und Fotoverein Grimma angesiedelten Arbeitskreises "Künstlerisches Gestalten" wahlweise Pinsel und Kohlestift oder Hammer und Meißel zu schwingen. Mehrheitlich letztere Werkzeuge sind in den vergangenen reichlich fünf Jahren zum Einsatz gekommen, um jene Objekte zu schaffen, die in den nächsten Wochen in der musealen Einrichtung in der Ungibauerstraße unter dem Motto "Skulpturen aus verschiedenen Werkstoffen" gezeigt werden. Skulpturen aus Bronze, Marmor, Speckstein sowie aus Gasbeton.

"Gasbeton wird gemeinhin als Marmor für Anfänger bezeichnet, weil er zum einen preiswert und zum anderen gut zu bearbeiten ist", erläutert Arbeitskreis-Leiter Wolfgang Oeconomo, dem zufolge beim sogenannten "abtragenden Verfahren" eine große Vorstellungskraft vonnöten sei. "Die Figur steckt quasi im Stein drin, die Schwierigkeit besteht darin, sie herauszuholen, was immer auch ein kleines Abenteuer ist", so der Mutzschener.

Wie schwierig die Arbeit mit Stein im Einzelfall sein kann, beschreibt Arbeitskreis-Mitglied Monika Krause am Beispiel ihrer aus Gasbeton gefertigten Skulptur "Vogelfrau". "Ursprünglich sollte es eine Taube werden, im Arbeitsprozess hat die Skulptur dann aber eine andere Form angenommen, was auch damit zu tun hat, dass Gasbeton sehr leicht ausbricht und man deshalb oft dazu gezwungen ist, seine künstlerischen Pläne anzupassen", so die 69-jährige Naunhoferin. "Nicht selten weiß ich am Beginn einer Arbeit auch noch nicht, was am Ende dabei herauskommt." Dies, erläutert Wolfgang Oeconomo, sei ein wesentlicher Unterschied zur den Schwerpunkt des Arbeitskreises darstellenden Malerei. "Bei dieser kann ich mich ein Stück weit festlegen, was beim Schaffen einer Skulptur deutlich schwieriger ist", so der künstlerische Leiter, dessen Arbeitskreis aktuell 17 Frauen und Männer im Alter von 40 bis 75 Jahren angehören. rd

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2015
Roger Dietze

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