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Solar-Projekt in Großbardau nimmt Form an

Solar-Projekt in Großbardau nimmt Form an

Großbardau. Die Arbeiten im neuen Kompetenzzentrum der Kirchner Solar Group schreiten zügig voran. Der Ausbau soll bis Ende April beendet sein. Trotz reduzierter Planungen geht nun auch das Projekt Solarpark in die entscheidende Phase.

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Technik-Dummies: Über die Bauarbeiten im Solar-Kompetenzzentrum wacht Matthias Krämer. Im Hintergrund sind Wechselrichter-Attrappen zu sehen.

Quelle: Thomas Düll

Kartons und Verpackungen stapeln sich noch in den Räumen und Gängen des alten Telekom-Gebäudes am Weinberg. Jahrelang stand der Bau leer, jetzt verlegen Handwerker Teppiche und tragen Tische und Stühle in den ersten Stock. Doch laut Matthias Krämer liegen die Arbeiten in den letzten Zügen. Der Niederlassungsleiter Kirchner Solar Group ist zufrieden mit den Fortschritten.

„Ab Montag ist die obere Etage geputzt und Ende nächster Woche sollten die Bauarbeiter draußen sein“, erklärt er die Planung. „Vielleicht ist bis dahin die Telefonanlage auch schon fertig.“ Das Solaranlagen-Kompetenzzentrum im Gewerbegebiet Großbardau nimmt langsam Form an. Bis Ende April plant das Unternehmen, die offizielle Eröffnungsfeier für die Produktions-Montagestrecke abhalten zu können.

Doch nicht alles läuft so problemlos ab wie der Einzug. Die 600 vorgesehenen Anlagen für den benachbarten Solarpark mussten auf knapp 400 reduziert werden. Auch können nicht mehr 21 Hektar Fläche, sondern lediglich 15 genutzt werden. Das Problem seien die großen Höhenunterschiede von bis zu 20 Metern auf dem Gelände, so Krämer. Zusätzlich erschwere eine dort verlaufende Rinne die Installation der „Bäume“ genannten Photovoltaikanlagen. Zuguterletzt soll die Grimmaer Umgehungsstraße weiter gebaut werden und verkleinert die nutzbare Fläche weiter. „Trotzdem bleibt das Projekt rentabel“, erklärt der Niederlassungsleiter.

Für Investoren in erneuerbare Energien wie Photovoltaik oder Biogas gibt es wenig Planungssicherheit, da sich die Gesetze zur Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom oftmals schnell ändern. So weiß auch Matthias Krämer nicht genau, ob die Einspeisevergütung für Freiflächenanlagen, die wie bei diesem Projekt von Kirchner Ackerflächen für ihre Anlagen nutzen, ab Juli wie angekündigt reduziert werden. Er fügt hinzu: „Man munkelt in den Medien, dass diese Änderung verschoben werden soll.“ Einen Notfallplan gebe es nicht, aber die Kirchner Solar Group plane bis Ende Juli „einspeisebereit“ oder im besten Fall schon am Netz zu sein. „In den nächsten Tagen oder Wochen wissen wir mehr.“

Die Bürger, die in das Vorhaben investieren und Solaranlagen auf dem Gelände gekauft haben, wollen laut Krämer Sicherheit haben. „Ich schwöre Stein und Bein, dass wir es durchziehen“; egal, was passiere. Heute schon sollen die ersten Materiallieferungen für die Photovoltaikelemente ankommen, danach die Montagefläche „eingekieselt“ und erste Kabelgräben gezogen werden. Das hatte sich wegen der niedrigen Temperaturen und dem deshalb gefrorenen Boden bisher verschoben.

Für die Region könnten sich die Anstrengungen des Unternehmens letztendlich auszahlen. Im ersten Schritt will die Kirchner Solar Group 30 Arbeitsplätze schaffen. Bis zum Ende der Arbeiten sind sogar mindestens 50 Stellen angestrebt. Und interessierte Bürger haben weiterhin die Möglichkeit, sich an dem Solarpark zu beteiligen. Für Angebote könne man sich an die Firma wenden, so Krämer. Das Projekt geht weiter.

Thomas Düll

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