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Grimma Solarpark in Großbardau am Netz – Jobs in Sicht
Region Grimma Solarpark in Großbardau am Netz – Jobs in Sicht
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05:00 20.07.2010
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. In Großbardau bei Grimma entstand auf 17 Hektar Fläche ein Solarpark (die Muldentalzeitung berichtete), der pünktlich Anfang Juli alternativ produzierte Energie in das Netz einspeist.

„Damit ist der Bau des Solarparks abgeschlossen", bestätigte Niederlassungsleiter Matthias Krämer. Nach nur „sportlichen acht Wochen", wie er es formulierte, denn viel eher habe man mit dem Bau nicht beginnen können. „Es gibt Vorschriften, an denen kommt man einfach nicht vorbei. Aber die Stadt Grimma und auch das Landratsamt haben ihrerseits alles getan, um uns in dem Vorhaben zu unterstützen." Und so wurden zwei Lager- und Montagehallen gebaut sowie 382 Solarmodule aufgerichtet. Der Laie nennt die gen Himmel ragenden Sonnensegel einfach nur Solarbäume, da die 60 Quadratmeter großen Solarflächen auf einem Bein, sprich Ständer stehen. Der Fachmann sagt dazu „Nachführsysteme", die sich dank einer astronomischen Steuerungen der optimalen Sonneneinstrahlung anpassen – wenn man so will, sich Klärchen horizontal wie auch vertikal anbiedern. Freilich mit hoher Effizienz zur Gewinnung von Energie, für deren Einspeisung ins Netz zirka 100 Kilometer Kabel verlegt wurden. Aber auch mit der Hoffnung auf die Einhaltung der im Februar gemachten Zusage, Arbeitsplätze zu schaffen. Hier verweist die Firma Kirchner Solar Group schon auf die Beschäftigung von Elektrikern aus der Region, die zur Verkabelung der Solarbäume eingestellt wurden. Darüber hinaus, so versichert Krämer, „hat sich nichts an diesen Personalplänen geändert." Soll heißen, der Solarpark ist zwar am Netz, aber die Montage in den Hallen kann erst beginnen, wenn rundherum die Bauarbeiten abgeschlossen sind.

Dazu gehöre auch die Rekultivierung der Fläche, also das Anlegen von Grün- und Weideflächen zwischen den Solarbäumen. Um die letztlich zu pflegen, sei man mit regionalen Landwirtschaftsbetrieben im Gespräch und baut mit dem Einsatz von Viehherden auf natürliche Rasenmäher.

Der Solarpark erfüllt ganz nebenbei noch eine andere Funktion. „Wir sind ein offenes Haus und laden alle daran interessierten Menschen ein, sich das aus der Nähe anzuschauen", sagte Krämer vor dem Hintergrund des im Februar gewonnenen Eindruckes. „Ich glaube, es gab damals eine gewisse Skepsis, ob das wirklich so funktioniert wie wir es propagiert haben. Und deshalb war am Anfang das Interesse daran sehr verhalten. Aber wir spüren ein wachsendes Interesse an dieser Technologie", freut sich Krämer.

Immerhin, so habe eine entsprechende Untersuchung gezeigt, hätten etwa 60 Prozent aller Dächer in Grimma eine optimale Sonnenausrichtung, um genügend alternative Energie zu produzieren, mit der gar über 100 Prozent des Strombedarfs in der Muldestadt gedeckt werden könnten. Wie das funktioniert, zeige eine montierte Anlage auf dem Dach der Kindertagesstätte in Grimma-West.

Frank Schmidt

Frank Schmidt

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