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Grimma Sonderstempel zum 130. Geburtstag von Grimmas Briefmarkensammlern
Region Grimma Sonderstempel zum 130. Geburtstag von Grimmas Briefmarkensammlern
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00:19 18.10.2017
Ein Sonderstempel zum Jubiläum: Kassenwart Rolf Mühlner war am Sonntag im Rathaussaal ein gefragter Mann. Quelle: Roger Dietze
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Grimma

Welche Schnittmenge haben der deutsche Papst Benedikt XVI., Wilhelm Buschs Buben-Duo Max und Moritz und eine „Pilzwanderung durch europäische Wälder“? Diese drei Themenkomplexe waren am Sonntag Bestandteil der Briefmarkenwerbeschau „GRIBRIA 2017“, die der Philatelistenverein Grimma 1887 anlässlich des Tages der Briefmarke im Rahmen seiner 109. im Rathaussaal durchgeführten Sammlerbörse präsentierte. „Mit Ausstellungen dieser Art wollen wir zeigen, welch schöne und interessante Dinge sich unter Zuhilfenahme einfacher Mittel und unter Einsatz von etwas Kopfarbeit bewerkstelligen lassen“, so der Vorsitzende Stefan Lehn, dessen Verein in diesem Jahr auf 130 bewegte Jahre zurückblicken kann.

Mitgliederschwund zwingt zur Fusion

Anlässlich dieses Jubiläums haben die Grimmaer Briefmarkenfreunde einen Sonderstempel herausgebracht, den die Sammlerbörsen-Besucher am Sonntag erwerben konnten. Er zeigt einen alten Briefkasten. Das vom Landesverband Sächsische Philatelistenvereine vorgenommene Sponsoring für den Stempel stellt zugleich eine der letzten Amtshandlungen dieses Verbandes in seiner bisherigen Organisationsform dar. „Mit Beginn des neuen Jahres wird sich unser Verband gemeinsam mit dem sachsen-anhaltinischen dem bereits fusionierten Verband von Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg anschließen“, berichtet Lehn. Dies sei die Konsequenz aus dem Mitgliederschwund der vergangenen Jahre, der gleichbedeutend mit geringeren Mitgliedsbeiträgen gewesen sei. Für einen Abgesang auf die Briefmarke ist es laut dem 65-Jährigen jedoch noch zu früh. „Die Mitgliederzahlen der wenigen noch verbliebenen Philatelistenvereine spiegeln nur unzureichend das nach wie vor vorhandene Interesse an der Briefmarke wider. Leider ist es aber so, dass sich das Interesse an einer Organisiertheit, aus welchen Gründen auch immer, in Grenzen hält“, so der Grimmaer Philatelisten-Chef. Dies sei umso bedauerlicher, als die Vereine im Allgemeinen und der Grimmaer im Besonderen viele Angebote wie unter anderem ermäßigte Eintritte zu philatelistischen Veranstaltungen, Hilfestellungen beim Sammlungsaufbau sowie regelmäßige Vereinsabende und ein abwechslungsreiches Vereinsleben böten.

Sondermarke zieht Sammler an

Apropos abwechslungsreich: Dieses Attribut kann man den jährlichen Sondermarken der Deutschen Post wahrlich nicht absprechen. In diesem Jahr etwa hat der Dax-Konzern dem vor 100 Jahren in Markranstädt zur Welt gekommenen Comicproduzenten und -verleger Rolf Kauka in Gestalt einer Fix & Fox-Sondermarke ein kleines Denkmal gesetzt. Selbige Marke konnte im Grimmaer Rathaussaal bei einem Mitarbeiter der Deutschen Post erworben und vor Ort abgestempelt werden, welches Angebot sich viele Philatelisten aus der näheren und weiteren Umgebung nicht entgehen ließen. Wie überhaupt der Philatelistenverein Grimma 1887 als der letzte im Muldental verbliebene ein Sammelbecken für Mitglieder aus aufgelösten Vereinen bildet. „In der Folge waren wir in der Lage, unsere Mitgliederzahl in den vergangenen Jahren bei etwa 30 zu stabilisieren“, so Stefan Lehn, der von einem Altersdurchschnitt um die 65 Jahre berichtet.

Der Fraktion „Philatelisten-Jugend“ zugehörig ist mit seinen 42 Jahren Matthias Kupsch, der eher durch einen Zufall zur Philatelie gefunden hat. Oder besser: zurückgefunden hat. „Ich hielt vor knapp zehn Jahren meine Jugendsammlung in den Händen, und nachdem eine Schätzung ergeben hatte, dass sie in den nächsten Jahren keinen größeren Wertzuwachs verzeichnen wird, habe ich mich wieder intensiver mit der Materie beschäftigt“, so der Wurzener.

Von Roger Dietze

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