Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Sonne satt über dem Weinberg in Großbardau
Region Grimma Sonne satt über dem Weinberg in Großbardau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 22.02.2010
Ein Solarpark entsteht im Frühjahr in Großbardau, wozu es jetzt eine Info-veranstaltung gab. Quelle: Kirchner Solar Group
Anzeige
Grimma

 Nicht von ungefähr in dieser Region. Hier beabsichtigt dieses weltweit agierende Unternehmen den Bau eines 20 Hektar großen Solarparks, inklusive eines Kompetenzzentrums. Das soll aus dem ehemaligen und seit einiger Zeit leer stehenden Gebäude der Telekom im Großbardauer Gewerbegebiet Am Weinberg entstehen (die LVZ berichtete). Samt Produktion, Vertrieb und Service der zukunftsorientierten Technik, kündigte der verantwortliche Filialleiter, Matthias Krämer, an. Schon in den nächsten Tagen und Wochen werde man das Objekt mit 30 Mann beziehen. Mittelfristig entstehen 50 Arbeitsplätze, langfristig sollen es 100 sein. Im April will man mit dem Bau des Solarparks beginnen. „Ab Juli wollen wir sauberen Strom einspeisen“, wurde Kirchner konkret. Für ihn gab es einen weiteren gewichtigen Grund sich im Muldental anzusiedeln. „Uns fehlt es in Hessen an Fachleuten für den Bau vom Schaltkästen“, gestand er ein. Grimma aber verfüge über Erfahrungen und Fachkräfte aus dem traditionsreichen Elektroschaltgerätebau. „Alles was wir in dieser Richtung benötigen, soll hier produziert werden.“ Synergieeffekte, die auch deutlich das Gesicht von Oberbürgermeister Matthias Berger aufhellten. „Für uns hätte es keinen Sinn gemacht, der Firma nur für die Errichtung von Sonnensegeln landwirtschaftliche Nutzfläche herzugeben.“ Folglich bekam das Unternehmen den Segen der kommunalpolitischen Entscheidungsträger. Potenzielle Kunden, besonders aus der Region, braucht es aber noch. Denn sechzig Prozent aller Dächer auf den Häusern in Grimma haben eine günstige Sonnenausrichtung, um effizient Photovoltaikanlagen betreiben zu können. Wenn man auf diesen Dachflächen solche innovative Anlagen installieren würde, könnten damit über 100 Prozent des Strombedarfs von Grimma gedeckt werden, ließ Kirchner aufhorchen. Eindrucksvoller konnte er sein Ziel nicht formulieren, Kunden für sein Vorhaben zu begeistern. Und so glich dann auch der Informationsabend im letzten Drittel einer typischen Verkaufsveranstaltung. Jedoch auf sehr hohem Niveau und auf gleicher Augenhöhe zum Kunden, denn das Produkt wurde nachvollziehbar präsentiert. Dabei jonglierte Kirchner eindrucksvoll mit Zahlen, die den Kosten-Nutzen-Effekt solcher Photovoltaikanlagen belegen sollten. Wer sich diesem über zweistündigen Redemarathon aussetzte, tat das mit sichtlichem Interesse. Dennoch fiel die Reaktion im Anschluss differenziert aus. „Ich bin schwer beeindruckt. Der Mann versteht sein Fach“, fand der Grimmaer Alfred Zinner lobende Worte. Von einem Angebot, das nur die Sonnenseite zeigte sprach dagegen Volker Otto aus Trebsen. „Aus Erfahrung weiß ich, dass es immer noch versteckte Kosten gibt.“

Frank Schmidt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Grimma tanzt. Bei der großen Gala des einheimischen Tanzclubs Blau-Gelb am Sonnabend in der Muldentalhalle wurden nicht nur die Landesmeister in den Latein-Tänzen gekürt, auch das Publikum in der restlos ausverkauften Halle schwang das Tanzbein, was das Zeug hielt.

22.02.2010

„190 Kilogramm brachte unser Schwein auf die Waage“, umriss Volker Michael in knappen Worten die „technischen Daten“. Mit scharfen Messern und professioneller Unterstützung hatte sein Schlachte-Team daraus 52 prall gefüllte Abendbrotteller mit Gehacktem, Blut-, Leber- und Sülzwurst gezaubert, zudem noch 22 Schlachtpakete abgepackt.

22.02.2010

Es ist vielleicht einer der schönsten Plätze zum Wohnen in Grimma: Die Mariaburg. An einer der höchsten Stellen der Colditzer Straße, dort wo der Colditzer Weg einmündet, thront sie über der Mulde.

20.02.2010
Anzeige