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Sorgen um Kirchenmusik in Grimma

Sorgen um Kirchenmusik in Grimma

Die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Grimma sorgt sich um die Finanzierung ihres Musikprogramms. Ein jetzt ins Leben gerufener Freundeskreis Kirchenmusik in Grimma soll mit Spenden helfen, das nötige Geld zu beschaffen.

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Die Frauenkirche Grimma ist auch ein beliebter Ort für Konzerte.

Grimma. Jahr für Jahr stellt die Kirchgemeinde unter Federführung ihres Kantors Tobias Nicolaus ein umfangreiches musikalisches Programm auf die Beine. „Für die Größe unserer Stadt und dazu in der Nähe von Leipzig, wohin viele zu den Konzerten gehen, hat das eine ziemlich hohe Qualität“, würdigt Pfarrer Christian Behr.

Die Angebote reichen von Orgelmusik über Kammerkonzerte und Messen bis zu großen Konzerten und Kantaten in der Frauenkirche. Letztere

sind es, die der Gemeinde jetzt Kopfzerbrechen bereiten. Denn neuerdings, sagt Pfarrer Christian Behr, gebe es für Kantaten, die in Gottesdiensten aufgeführt werden, keine Kulturfördermittel mehr. Gefördert würden vom Kulturraum nur öffentliche Konzerte.

Eine Haltung, die Pfarrer Behr bedauert. Einerseits habe gerade Johann Sebastian Bach seine berühmten Kantaten, also mehrsätzige Werke, in denen sich Solo- und Chorgesang, Instrumentalteile und gesprochene Texte abwechseln, gerade für Gottesdienste geschrieben. Andererseits seien Gottesdienste auch öffentlich. „Da kann jeder hin, man muss nur in Kauf nehmen, dass auch eine Predigt gehalten wird.“

Dass die Kantatengottesdienste in Grimma von der musikinteressierten Öffentlichkeit angenommen werden, belegt Kantor Tobias Nicolaus mit einer Zahl. „Wenn ein Kantatengottesdienst schlecht besucht ist, haben wir 100 Gäste.“ Mithin wesentlich mehr, als zu gewöhnlichen Gottesdiensten kommen.

Weil Kantaten zumeist eine umfangreiche Besetzung von Chor, Orgel, Solisten und Orchester benötigen und nicht nur mit den eigenen musikalischen Kräften bestritten werden können, sind sie auch finanziell aufwändig. Der Kantor schätzt den Ausfall durch ausbleibende Fördermittel auf rund 1000 Euro je Aufführung. Bis zu vier können im Jahr auf dem Programm stehen.

Auch im musikalischen Jahresprogramm 2010 sind wieder Kantatengottesdienste enthalten. „Wir müssen sehen, ob wir das mit unseren eigenen Mitteln finanzieren können“, sagt Pfarrer Behr. „Wenn das nicht gelingt, müssen wir das Programm für 2011 überdenken.“

Um auch künftig den Spielraum für anspruchsvolle Musik in Gottesdiensten zu haben, bittet die Kirchgemeinde jetzt um Spenden. Die Initiative für den Freundeskreis Kirchenmusik kam nicht vom Pfarrer oder vom Kantor, sondern „von einigen Mitgliedern der Kantorei, die die Not gesehen haben“, freut sich Christian Behr über das Engagement. Angesprochen werden sollen ausdrücklich nicht nur Gemeindemitglieder, sondern darüber hinaus Freunde der anspruchsvollen Kirchenmusik in Grimma. Der Freundeskreis Kirchenmusik in Grimma bittet um einmalige oder regelmäßige Spenden; Kontakt über Elke Simmler, 03437/9 48 62 11 Orgelmusik bei Kerzenschein erklingt am 1. Januar, 17 Uhr, in der Frauenkirche. Tobias Nicolaus spielt Musik aus vier Jahrhunderten: Weihnachtsmusik und Arrangements populärer klassischer Stücke.Die Kantate „Herr Christ, der ein‘ge Gottessohn“ von Johann Sebastian Bach erklingt am 3. Januar, 10 Uhr, in der Frauenkirche, womit die festlichen Gottesdienste um Weihnachten abgeschlossen werden. Mitwirkende: Kantorei, Yves Hermann, Oliver Pitt, Orchester, Katharina Nicolaus (Orgel). Leitung: Tobias Nicolaus, Predigt: Pfarrer Christian Behr.

André Neumann

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Grimma in Zahlen

Bundesland: Sachsen

Landkreis: Leipzig

Fläche: 218,32 km²

Einwohner: 28.480 Einwohner (31.12.15)

Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km²

Postleitzahl: 04668

Ortsvorwahlen: 03437,034382, 034384, 034386

Stadtverwaltung: Markt 16/17, 04668 Grimma

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