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Grimma Sozialwerk Muldental erhält 75 000 Euro Förderung für Integrationsarbeit
Region Grimma Sozialwerk Muldental erhält 75 000 Euro Förderung für Integrationsarbeit
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00:42 20.04.2018
Großer Bahnhof beim BSW Muldental: Christian Kamprad (r.) erklärt Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (3.v.l.) die Arbeit von Pro Migrantum und bekommt dafür einen Fördermittelbescheid über 75 000 Euro. Quelle: Frank Schmidt
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Pro Migrantum. Dieser Projektname trifft den Nagel auf den Kopf, um den Sinn und Zweck jener Arbeit zu erklären, die vom Bildungs- und Sozialwerk (BSW) Muldental geleistet wird. Und da es dafür über das Engagement hinaus auch finanzieller Mittel bedarf, freute sich BSW-Geschäftsführer Christian Kamprad über einen Bescheid „zur Förderung von Toleranz und interkulturellem Austausch“, so die offizielle Bezeichnung. Mitgebracht von der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) und höchstpersönlich im Haus der Gewerkschaften in Grimma auf den Tisch gelegt. Damit wird die Arbeit in der für dieses Projekt eingerichteten „Kontakt- und Beratungsstelle“ mit 75 000 Euro für ein weiteres Jahr finanziell unterstützt.

Kontinuität macht Arbeit erst erfolgreich

Zu den Angeboten von Pro Migrantum gehören vor allem Beratungen, aber auch Kontaktvermittlungen insbesondere für Frauen, die sich mehrfach in der Woche zur Begegnungssprache treffen. Besonders stolz berichtete Kamprad von einer Sportgruppe aus Migranten, die für den Leipzig-Marathon trainiert. Insgesamt sei die Arbeit in der Kontakt- und Beratungsstelle von viel Kleinarbeit geprägt. „Integration sowohl in Schule als auch im Beruf, Anerkennung von Berufsabschlüssen, Klärung von Gesundheitsfragen, Antragsstellungen und so weiter. Ziel ist es immer, Kontakte zu Einheimischen herzustellen, die nachhaltig sind“, erklärte Kamprad der Integrationsministerin. „Eigentlich machen wir hier keine so spektakulären Dinge, doch in ihrer Kontinuität sind sie nötig, um erfolgreich zu sein“, so Kamprad. Zur ganzen Wahrheit gehöre aber auch, „dass es nicht immer eins zu eins so gelingt, wie wir uns das vorstellen“, gestand der BSW-Geschäftsführer ein.

Integration ist kein Sprint sondern ein Marathon

Das weiß auch die Landespolitikerin und kennt Ursachen für bestehende Vorbehalte, Differenzen und Misstrauen. „Wichtig zu wissen ist, dass Integration zwar einen Anfang hat, aber kein Ende. Und dass diese Arbeit kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Deshalb ist die Arbeit im BSW zur Förderung der interkulturellen Kompetenz auch im dritten Jahr in Folge nötig, richtig und wichtig.“ Zumal es durchaus eine ganze Reihe von Betroffenen gibt, so Köpping, „die positiv damit umgehen können, denn unsere Integrationsangebote sind für alle da, also für Migranten und Einheimische.“ Allerdings werden diese Bemühungen von einem gewissen Klientel auf beiden Seiten überschattet, die sich der Integrationsthematik verschließen würden, merkte Köpping kritisch an. „Wir vertreten die Meinung: Fördern und Fordern. Und wer sich den Integrationsmaßnahmen verwehrt, muss mit negativen Folgen beispielsweise mit Blick auf den Aufenthaltsstatus rechnen. Denn irgendwann müssen Asylsuchende auch nachweisen, was sie für ihre Integration geleistet haben“, machte die Integrationsministerin klar.

Von Frank Schmidt

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