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Grimma Sparkasse Muldental gibt Standort in Grimma-Süd auf
Region Grimma Sparkasse Muldental gibt Standort in Grimma-Süd auf
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17:02 15.02.2016
Der Schriftzug „Sparkasse“ ist abmontiert. Das Geldinstitut, bisher rechts vom Eingang der Auenpassage zu finden, zieht sich vorerst aus Grimma-Süd zurück.
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Grimma

Die Sparkasse Muldental gibt den Standort eingangs der Auenpassage am Platz der Einheit auf. „Ab 16. Februar wird das rote Sparkassen-S in Grimma-Süd vorerst nicht mehr zu finden sein“, bedauerte Vorstandsvorsitzender Holger Knispel.

Schon der zuletzt offerierte Service war einer auf Sparflamme: Seit April 2015 hatte die Sparkasse am Platz der Einheit nur noch verschiedene Selbstbedienungs-Services angeboten. Dazu zählten die Bargeldversorgung am Automaten, die Bereitstellung von Kontoauszügen sowie ein Überweisungsterminal. Die persönliche Beratung sei an diesem Standort nicht mehr in ausreichendem Maße von den Kunden genutzt worden, erklärte Holger Knispel. Deshalb habe man sich seinerzeit für eine Selbstbedienungs-Geschäftsstelle entschieden.

Dass der Standort nun vollständig aufgegeben werden muss, liege allerdings nicht an dem Geldinstitut. Vielmehr sei mit dem Eigentümer des Gewerbekomplexes keine Lösung zum Fortbestand der Selbstbedienungs-Geschäftsstelle gefunden worden, teilte die Sparkassen-Geschäftsleitung mit. „Die Räumlichkeiten waren für unseren Selbstbedienungs-Service auch viel zu groß, und nun hat der Eigentümer einen Alternativmieter gefunden. Wir wurden aufgefordert, den Rückbau schnellstmöglich durchzuführen“, sagte Vorstandsmitglied Stefan Müller. Er bestätigte in dem Zusammenhang Gerüchte, wonach die Passage gerade den Eigentümer wechselt; das Center-Management vom PEP, das bisher hier Regie führte, war für eine Nachfrage gestern jedoch nicht zu erreichen.

Da Sparkassen die Aufgabe haben, in ihrem Geschäftsgebiet die Versorgung mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen sicherzustellen, werde schon seit einigen Wochen mit Hochdruck nach alternativen Standorten in Grimma-Süd gesucht, um diesem öffentlichen Auftrag angemessen Rechnung zu tragen, betonte Knispel. Der neue Standort, ergänzte Müller, sollte nach Möglichkeit rund um die Uhr zugänglich sein, ein Anspruch, der in der Passage selbst nicht erfüllt werde. „Wir haben drei Plätze im Blick. Da die Verhandlungen dazu erst angelaufen sind, können aber noch keine konkreten Informationen gegeben werden.“

In der Auenpassage selbst beobachtet man den Rückzug der Sparkasse mit Sorge. „Zwar kann man in vielen Geschäften mit Karte zahlen, bleibt aber das Problem, sich mit Bargeld zu versorgen“, sagt Christian Donner, der Eigentümer der Linden-Apotheke. Die nächsten Sparkassenfilialen befinden sich am Markt und in der Straße des Friedens. Und so würde der Weggang der Sparkasse vor allem die älteren Bürger des Wohngebietes treffen, meint Donner. Entsprechend groß sei der Unmut, weiß er aus Kundengesprächen. „Außerdem tut das dem Standort nicht gut“, sagt Donner, zugleich Stadtrat der Bürger für Grimma. Schon seit geraumer Zeit kritisiert er den in der Auenpassage zunehmenden Leerstand und mahnt eine aktive Vermarktung an. Zwei große Gewerberäume stehen seit Langem leer – ein trister Anblick, der so gar nicht zum Namen der Passage passen will. „Ich hoffe, dass der neue Eigentümer mehr Engagement an den Tag legt“, sagt Donner.

Von Ines Alekowa

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