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Spaziergang endet mit Schock

Spaziergang endet mit Schock

Mit einem Stock habe sie die merkwürdigen Gebilde dann auseinandergepult und im Innern einer Teighülle kleine blaue Pellets mit Mandelgeruch entdeckt. Sie leinte ihren schwarzen Vierbeiner schnell an und zeigte dann die Köder ihrer Bekannten Karin Boß, ebenfalls Hundebesitzerin.

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Tödliche Fundstücke: Diese Giftköder fand Hundebesitzerin Silke Müller-Bork auf dem Weg zwischen Parthe und Feld in Großbardau.

Quelle: Privat

"Für mich war gleich klar, dass es sich hier offensichtlich um ausgelegte Giftkugeln handeln muss, wahrscheinlich Rattengift", meinte Karin Boß. Sie hätte nun Angst, diesen Spazierweg zu nutzen, "denn meine Jack Russell-Hündin Jacky frisst alles, was sie nur kriegen kann." Vor allem ging es beiden auch darum, andere Hundebesitzer zu warnen. So organisierten sie Aushänge im Großbardauer Schaukasten, bei Tierärzten der Umgebung und informierten andere Hundefreunde in Grimma über die gefährlichen Fundstücke. Silke Müller-Bork erstatte Anzeige bei der Polizei. Mittlerweile gibt es auch im Internet Hinweise auf mögliche Gift-Attacken in Großbardau. Cassie und Ramon informieren, dass eine weitere Hundebesitzerin Köder mit Rattengift gefunden hatte. Außerdem sei eine Katze verschwunden. In einem Grundstück habe man eine andere verendete Katze mit Schaum am Maul gefunden.

"Es ist für mich unbegreiflich, warum jemand so etwas tun kann", sagt Silke Müller-Bork. "Derjenige muss einen so großen Hass auf Hunde und Tierhalter haben und will, dass die Tiere jämmerlich zugrunde gehen." Sicher, sie könne gut verstehen, dass sich viele Menschen über Hundehaufen ärgern, die immer wieder zurückgelassen werden. "Vor unserem Reisebüro am Grimmaer Markt haben wir auch jede Woche direkt vor der Tür solche Hinterlassenschaften, ich finde das unmöglich, denn eine Tüte kann jeder Hundefreund zur Hand haben."

Ricarda Keller, Vorsitzende des Tierschutzvereins Muldental, ist bestürzt über die Großbardauer Gift-Attacken. "Ein Tier erleidet dadurch einen ganz elenden Tod, wenn Symptome wie Brechen oder Augenzucken nicht schnell erkannt und vom Tierarzt behandelt werden", weiß sie aus eigener Erfahrung von ihrer Hündin Grille, die nach einer Vergiftung gerettet wurde. Ja, es gebe Menschen, die Tiere nicht mögen. Doch helfe oft ein Gespräch mit den Haltern, wenn Gebell oder Hundehaufen für Unmut sorgen. An die Hundefreunde richtet sie den Appell: "Wir haben eine große Verantwortung, vor allem dort, wo sich Menschen bewegen. Ein Tütchen in der Jackentasche und das Beseitigen des Häufchens, das ist für uns ein Muss."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.02.2014
Silke Hoffmann

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