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Grimma Sperrung: Bundesstraße 107 in Grimma wird für drei Monate zur Baustelle
Region Grimma Sperrung: Bundesstraße 107 in Grimma wird für drei Monate zur Baustelle
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10:00 21.08.2017
Die B 107 in Grimma wird zur Baustelle. Quelle: dpa
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Grimma

Für Grimma kündigt sich die nächste Sperrung einer wichtigen Verkehrsader an. Am Montag, 28. August, wird die Wurzener Straße (Bundesstraße 107) zur Baustelle. Kraftfahrer müssen voraussichtlich drei Monate lang auf andere Stadtzufahrten ausweichen beziehungsweise in Richtung Wurzen einen Umweg in Kauf nehmen.

Die Kommunalen Wasserwerke Grimma-Geithain (KWW) erneuern zwischen Tempelbergstraße und Hopfenberg die Kanalisation und bis zur Wiesenstraße die Trinkwasserversorgungsleitungen, informiert Jörg Leupold, Projektingenieur bei der Oewa Wasser und Abwasser GmbH in Grimma. Das Unternehmen betreut die Investitionen der KWW und ist Betriebsführer des kommunalen Versorgungsverbandes Grimma-Geithain. Rund 475 000 Euro werden in der Wurzener Straße verbaut, heißt es in der Mitteilung. Für die Arbeiten durch die Erdmann Bau GmbH aus Mügeln, die als wirtschaftlichster Anbieter aus einer Ausschreibung hervorgegangen ist, wird die Bundesstraße im Baustellenbereich voll gesperrt. Leupold: „Wir gehen davon aus, die Maßnahme Anfang November abschließen zu können. Aber das hängt auch von der Witterung ab.“

Seit Anfang des Jahres wird die KKW-Investition geplant. Grund für den Bau ist vor allem die verschlissene Kanalisation. „Es liegen außerdem Abwasserrohre unterschiedlicher Dimensionierung in dem Bereich. Das gleichen wir an, damit das Abwasser ungehindert abgeleitet werden kann“, so der Mitarbeiter der Oewa, die sich um die örtliche Bauüberwachung kümmern wird. Die alten Kanäle bleiben im Erdreich und werden dort verdämmt.

Während die Abwasserbaustelle sich auf rund 200 Meter erstreckt, werden bis zur Einmündung Wiesenstraße auf einer Länge von 400 Metern die etwa 50 Jahre alte Trinkwasserversorgungsleitung sowie zwölf Hausanschlüsse erneuern. Laut Oewa handelt sich um eine Hauptversorgungsleitung unter anderem für die Ortslage Hohnstädt. „Es gab in der Vergangenheit einige Rohrschäden und daraus resultierende Versorgungsunterbrechungen, so dass sich die KWW und der Versorgungsverband Grimma-Geithain entschieden haben, die Trinkwasserleitungen parallel zum Kanalbau gleich mit zu erneuern“, schildert Leupold. „Das ergibt auch vor dem Hintergrund Sinn, dass die Straße ohnehin voll gesperrt werden muss.“

Anwohner müssen während der Bauzeit keine Beeinträchtigung beim Ableiten ihres Abwassers und der Versorgung mit Trinkwasser fürchten. Die alten Leitungen würden so lange in Betrieb bleiben, bis das neue System funktioniert, kündigt Projektleiter Leupold an. Verkehrsteilnehmer müssten während der Bauzeit allerdings Umleitungen in Kauf nehmen. Die Maßnahme sei sowohl beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr als auch bei der Stadt Grimma im Vorfeld angezeigt worden.

Von Frank Prenzel

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