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Sport, Spiel und historischer Rückblick sollen an Großbothener Wurzeln erinnern

725. Geburtstag Sport, Spiel und historischer Rückblick sollen an Großbothener Wurzeln erinnern

Ein Organisationsteam bereitet derzeit den 725. Geburtstag des Grimmaer Ortsteiles Großbothen vor. Gegenwärtig wird noch am Veranstaltungsprogramm gefeilt. Eine Festwoche ist vom 13. bis 21. August geplant. An einem historischen Abend wollen die Großbothener sich an ihre Wurzeln erinnern.

Das Museum im Wilhelm-Ostwald-Park erinnert an einen berühmten Sohn Großbothens. Wilhelm Ostwald, der Nobelpreisträger für Chemie, lebte 1906 bis 1932 in Großbothen.

Quelle: Andreas Röse

Grimma/Großbothen. . Die Großbothener feiern in diesem Jahr ihren 725. Geburtstag. Der Ort wurde im Jahre 1181 unter der Bezeichnung Batin erstmals urkundlich erwähnt. Deutsche Siedler gründeten ihn als Straßendorf im Zuge der Ostkolonisation. Er gehörte bis zur Reformation im 16. Jahrhundert zum Kloster Nimbschen. Im Jahr 1867 erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluss und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkten im mittelsächsischen Raum. Seit 2011 gehört Großbothen mit seinen Ortsteilen Kleinbothen und Schaddel zur Stadt Grimma. Für das große Fest vom 13. bis 21. August steht das Programm in groben Zügen fast fest . Geplant sind unter anderem, dass die Festwoche mit dem Schaddelfest beginnt. Schaddel wurde erstmals um 1300 als Herrensitz erwähnt und 1524 als Siedlung neu gegründet. Das kleine Dorf an der Flussterrasse wurde im letzten Jahrhundert durch das produktive Künstler- und Keramikerkollegium in ganz Europa bekannt. Unter völlig veränderten Verhältnissen arbeitet die Werkstatt jetzt und ist für die Öffentlichkeit weit geöffnet. Am Mittwoch, 17. August, ist ein öffentlicher historischer Abend vorgesehen. Hier wird es einen Abriss über die Entwicklung von Großbothen geben. Gleichzeitig wollen die Organisatoren an große Persönlichkeiten erinnern, die in Großbothen einst gelebt haben. Dazu zählen unter anderem der Nobelpreisträger für Chemie, Wilhelm Ostwald (1853 bis 1932), der Begründer der Psychologie als eigenständige Disziplin, Wilhelm Wundt (1832 bis 1920) sowie der Landarzt Dr. Pfeiffer. Musikalisch werden den Abend der Posaunenchor der Kirchgemeinde gestalten. Bereits im Juli 2015 trafen sich die Vereine und Institutionen des Ortes, um das erste Mal über das Fest zu beraten. Inzwischen haben die Pläne für das große Ereignis Gestalt angenommen, ein zwölfköpfiges Team trifft sich nun regelmäßig, um das Ereignis vorzubereiten. „Für den 19. August ist eine Festsitzung vorgesehen“, erzählt Frank Engelhardt, an der jeder Bürger teilnehmen kann. „Am Abend ist Musik geplant. Wir wollen wieder eine Tradition aufleben lassen, in dem wir verdienstvolle Bürger des Ortes auszeichnen“, sagt der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Großbothen, Frank Engelhardt. „Wir sind sehr dankbar für Vorschläge“, meint er. Den Abschluss des Abends soll ein Beachvolleyballturnier bilden. „Immer wieder neue Ideen werden nun seit Juli 2015 geboren“, sagt der Großbothener. Am Sonnabend, 20. August, ist unter anderem ein Sportfest, Nachwuchs-, Männerfußball, eine Kaninchenausstellung und der Auftritt der Happy-Junior-Band geplant. Ausklingen soll der Abend mit Tanz. Am Sonntag gibt es einen Festgottesdienst mit anschließendem Frühschoppen. Der Platz der Feierlichkeiten soll ein Festzelt auf dem Sportplatz sein. Die Finanzierung des Festes ist noch nicht abgeschlossen, berichtet Frank Engelhardt. Das Organisationsteam hofft aber noch auf Sponsoren und Unterstützung von der Stadt Grimma. „Wir sind froh, dass wir bereits eine Spende von der Sparkasse Muldental erhalten haben“, meint Frank Engelhardt. Helfer werden ebenfalls jederzeit gesucht. Sie können sich bei den Mitgliedern des Festkomitees, Frank Engelhardt (Telefonnummer 034384/72000) und der Pfarrerin Dorothea Schanz (Telefonnummer 03438471526) melden.

Von Cornelia Braun

Grimma/Großbothen. 51.187666 12.750504
Grimma/Großbothen.
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