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Grimma Sprachlehrer umwerben jüngste Gymnasiasten in Grimma
Region Grimma Sprachlehrer umwerben jüngste Gymnasiasten in Grimma
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05:00 28.12.2011
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. An einem Sprachentag Ende Dezember stellen die Lehrer den jüngsten Gymnasiasten ihre Sprachen vor: Werbeveranstaltungen in Sachen Französisch, Latein und Russisch.

Mit der Sprache ist es wie mit der Schönheit. Lehrerin Ulrike Weigelt, gleichzeitig Fachleiterin für Sprachen am St. Augustin, entführt die neugierigen Fünftklässler in die antike Sagenwelt, wo der Königssohn entscheiden sollte, welche der Göttinnen Juno, Minerva und Aphrodite die schönste sei. Ganz ähnlich müssten die Schüler sich nun eine Sprache wählen.

Bei der Werbung für Latein halfen Ulrike Weigelt vier Schüler aus Klasse sieben. Sylvia und Anna schlüpften in weiße Gewänder antiker Gottheiten und Peter und Henri wussten nicht nur zu berichten, warum sie sich für Latein entschieden hatten, sie verwickelten die Zuhörer in ein Streitgespräch über Sinn und Unsinn, heute Latein zu lernen. Mit manch verblüffender Erkenntnis: Peter: „Es fällt einem viel leichter, andere Sprachen zu lernen." Und Latein sei die Sprache der Forscher.

Auch Russischlehrerin Monika Schuster konnte auf die Unterstützung älterer Schülern bauen, die schon mit der Fremdsprache vertraut sind. Miriam und Ben aus der Elften zeigten ein Video mit Szenen von Begegnungen Grimmaer und Moskauer Schüler im Rahmen der seit 15 Jahren bestehenden Schulpartnerschaft mit einer Schule in der russischen Hauptstadt. Auch von der Russischolympiade berichteten sie: Wenn man da gut sei, könne man in Russland an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Eine Schülerin des Grimmaer Gymnasiums habe das sogar schon mal geschafft. Im Video sagte ein Schüler namens Leon, er lerne Russisch, weil er mal Manager werden will. Tatsächlich sei Russisch in der Wirtschaft sehr gefragt, sagte die Elftklässlerin, „weil viele Firmen dort arbeiten". Ein ehemaliger Schüler, erzählte Monika Schuster bei dieser Gelegenheit, habe mal dreieinhalb Jahre in St. Petersburg gearbeitet. Der sei froh gewesen, dass er Russisch gelernt hat.

Auch Französischlehrerin Annelie Taubert kann für ihre Sprache unter anderem mit einer bestehenden Schulpartnerschaft werben. Alle zwei Jahre bestehe die Möglichkeit, nach Bron zu fahren, und man müsse dafür nicht unbedingt eine Eins in der Sprache haben. Neugierig auf Frankreich und die Sprache der Franzosen machte diesmal auch Bertrand Guérin. Der junge Mann arbeitet gerade als Sprachassistent am St. Augustin und berichtete mit einem Video von einer Tradition, die es in Frankreich nur in seiner Heimatstadt Nancy, der Hauptstadt der Provinz Lothringen gibt: ein großer Umzug zu Ehren des Heiligen Nicolaus.

André Neumann

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