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Grimma Springpferd Chathy auf Grimmaer Koppel mit Messer verletzt
Region Grimma Springpferd Chathy auf Grimmaer Koppel mit Messer verletzt
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13:46 27.09.2017
Auf der Koppel: Constanze Kapell hält Chathy, die durch einen Unbekannten verletzt wurde. Moritz (rechts) musste mit ansehen, wie Chathy verletzt wurde. Quelle: Thomas Kube
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Grimma/Roda

Der Schreck saß tief, als Constanze Kapell (45) ihr 21-jähriges Springpferd Chathy schwer verletzt auf der Koppel fand. Unbekannte hatten auf das Pferd wild eingestochen. „Noch am frühen Morgen kontrollierte mein Mann, ob Wasser vorhanden und der Strom am Koppelzaun eingeschalten ist“, erzählte die Kräuterfee von Roda. Für sie ist diese Tierquälerei unfassbar.

Bereits am vergangenen Freitag war dem Springpferd so übel mitgespielt worden. Eine Nachbarin hatte Kapell informiert, weil ihre beiden Pferde im Dorf herumliefen und ein Tier verletzt sei. Ein Tierarzt hatte daraufhin das Pferd wegen einer langen Stich- und Schnittwunde versorgen müssen. Das zweite Pferd – Moritz (25) – hatte den Angriff von Unbekannten zwar unverletzt überstanden, machte aber einen verstörten Eindruck. „Chathy ist besonders zutraulich und wird wohl zu den Unbekannten getrabt sein, und diese müssen es festgehalten haben, um es so schwer zu verletzten“, so Klaus Kapell (57). Er sei froh, dass das Pferd wieder laufen könne, habe sich aber auch Sorgen gemacht, ob es den Angriff gut überstehen würde.

Doch zum Glück ist es derzeit nicht so warm, und die Fliegen bleiben aus, die zu einer Infektion der Wunde hätten führen können. „Ich habe sofort alles stehen und liegen lassen und sofort den Tierarzt verständigt“, sagt Kapell. Es sei umso bedauerlicher, dass gerade Chathy verletzt wurde, da sie aus dem Stall von Paul Schockemöhle stammt.

PS, so sein Markenzeichen, ist eine große Nummer in der internationelen Pferdesport-Szene. Er folgte Anfang der 1980er-Jahre seinem älteren Bruder Alwin Schockemöhle als einer der besten Springreiter der Welt. Auf seinem Gestüt in Mühlen betreibt er Erfolgreich Zucht und gilt deshalb als Vater vieler erfolgreicher Springpferde.

„Von dort stammt Chathy. Wir haben sie als Fohlen gekauft“, sagt Constanze Kapell. Sie stammt aus der Oldenburger Rasse und hat selbst drei Fohlen zur Welt gebracht. „Alle drei Fohlen sind auf guten Weg, erfolgreich zu werden. So hat es ein Pferd in die S-Klasse geschafft, ein zweites wird gegenwärtig trainiert“, erzählt die Rodaerin. Auch das dritte Fohlen, dass die Kapells verkauften, macht mittlerweile eine Kariere in England. „Ich selbst bin auch Reiterin und habe im vergangenen Jahr wieder mit Chathy zu reiten begonnen und gleich den 2. Platz bei einem Turnier gewonnen. Ich hoffe, dass es schnell wieder gesund wird“, sagt sie.

Erst im vergangenen Jahr mussten sie den Verlust eines Shetlandponys beklagen, dass Unbekannte wahrscheinlich vergiftet hatten. „Zur gleichen Zeit starb noch ein Pferd im Ort. Das alles kann doch kein Zufall sein?“, fragt sie sich. Wer etwas gesehen hat, soll sich deshalb bei ihr melden. Hoffnung, den Täter zu finden, hat Constanze Kapell jedoch nur wenig. „Auch der Täter vom vergangenen Jahr ist noch nicht gefasst“, meint sie.

Von Cornelia Braun

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