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Spurensuche läuft: Frau stirbt bei Schuppenbrand in Naunhof

Grausiger Fund Spurensuche läuft: Frau stirbt bei Schuppenbrand in Naunhof

Grausiger Fund in einem alten Naunhofer Schuppen: Nach dem Löschen eines Brandes auf einer Industriebrache hat die Feuerwehr am Sonnabendnachmittag eine weibliche Leiche entdeckt. Ihre Identität steht noch nicht fest. Vermutet wird aber, dass es sich um eine Obdachlose handelt.

Nach dem Fund einer verbrannten Leiche in Naunhof sind Kriminalpolizei und Brandursachenermittler bei der Arbeit. Trotz der Ausleuchtung des Brandortes mussten sie am Abend abbrechen. Die Spezialisten waren am Sonntag erneut im Einsatz.

Quelle: Frank Schmidt

Naunhof. Grausiger Fund in einem alten Naunhofer Schuppen: Nach dem Löschen eines Brandes auf einer Industriebrache nahe des Bahnhofs hat die Feuerwehr am Sonnabendnachmittag eine weibliche Leiche entdeckt. Ihre Identität steht noch nicht fest. Vermutet wird aber, dass es sich um eine Obdachlose handelt, die schon mehrfach dort angetroffen worden war. Sie ist in ihrem Unterschlupf verbrannt. Kriminalpolizei und Brandursachenermittler waren zunächst bis in den Abend im Einsatz. Am Sonntag waren sie dann erneut vor Ort. Ergebnisse ihrer Arbeit wurden aber noch nicht mitgeteilt. Über die Frau, wohl eine Naunhoferin, wurden zunächst keine Angaben gemacht.

Die Alarmierung hatten wohl Kunden eines nahen Supermarktes ausgelöst: Die Feuerwehr Naunhof wurde gegen 14 Uhr in den Bereich Ladestraße/Schulstraße gerufen – wegen eines Hausbrandes. „Deshalb rückten wir auch mit 18 Kameraden und vier Fahrzeugen, darunter die Drehleiter, aus“, erklärte Stadtwehrleiter Thomas Conrath. Als seine Leute vor Ort sahen, dass aus einem Schuppen, der vielleicht mal als Pkw-Garage genutzt worden war, in der Mitte des Platzes dicker schwarzer Rauch kam, legte sich die größte Sorge. „Da konnte das Wohnhaus in der Nähe nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.“ Die ebenfalls alarmierte Ortsfeuerwehr Ammelshain wurde abbestellt.

Mit der Vermutung, dass da Müll brannte, drangen zwei Kameraden unter Atemschutz mit einem Strahlrohr durch die offen stehenden Türen und den Qualm ins Innere des Schuppens vor. Zwar war bekannt, dass hier eine Obdachlose manchmal Unterschlupf fand, auch schon von der Polizei weggeschickt worden war. Doch war diese zuvor in der Stadt gesehen worden – eine Verwechslung, wie sich wohl später zeigte. Die Feuerwehrleute waren also arglos. Doch als die Flammen gelöscht, der Rauch gekühlt und abgezogen waren, entdeckten sie am hinteren Rand eine leblose Person. „Es war offensichtlich, dass die Frau tot war“, sagte Conrath.

Sofort wurden die Arbeiten eingestellt, die Polizei sperrte das Gelände ab, Kripo und Brandursachenermittler rückten an. Die Feuerwehr reduzierte ihre Kräfte. Mit einbrechender Dämmerung baute sie noch Beleuchtung auf. Als auch das die anderen Dienste mit eigener Technik übernahmen, beendeten die Kameraden ihren Einsatz gegen 16.30 Uhr. Die Brandursachenermittler waren bis in den Abend hinein tätig. Danach sollte der Bereich wieder freigegeben werden, kündigte das Polizeirevier Grimma zunächst an. Das wurde jedoch verworfen. Beamte bewachten den Platz über Nacht. Die Spezialisten setzten ihre Ermittlungen am Sonntag fort.

Eine Brandursache wurde bisher allerdings nicht genannt. Eine Möglichkeit ist, dass sich die Frau in der Kälte auf irgendeine Art wärmen wollte, wobei etwas in dem Schuppen Feuer fing und der Rauch die Obdachlose ohnmächtig werden ließ, wodurch sie dann verbrannte.

Die beiden Feuerwehrleute, die die Tote gefunden hatten, schienen das gut zu verkraften. Das Angebot der Polizei, einen Notfallseelsorger zu holen, nahmen sie nicht wahr, sagte ihr Chef Thomas Conrath. Sie hätten nicht traumatisiert gewirkt. „Bei uns sind alle belehrt, dass es auch später noch Folgen haben kann und wie sie sich dann verhalten sollen. Auf jeden Fall wird eine Unfallmeldung dazu geschrieben.“

Von Olaf Krenz

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