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Grimma Stadt Brandis hilft Christlichem Verein junger Menschen
Region Grimma Stadt Brandis hilft Christlichem Verein junger Menschen
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13:41 25.11.2009
Teure Angelegenheit: die Unterhaltung des CVJM-Hauses. Quelle: Andreas Röse
Brandis

„Um die wichtige Aufgabe der offenen Jugendarbeit abzusichern, bedient sich die Stadt Brandis als Träger des CVJM“, erläuterte René Fleck, zuständiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Seit dem Bau des neuen Jugendhauses im Zeititzer Weg, das vom Verein errichtet wurde, habe die Stadt bisher pauschal 13 500 Euro zugeschossen. „Dieses Geld reichte aber nie aus, so dass es immer wieder zu Nachfinanzierungen kam.“ Um dem CVJM und damit auch der Stadt für die Zukunft mehr Planungssicherheit zu geben, wurden die Zuschüsse jetzt neu geregelt. Dabei, betonte Fleck, komme die Stadt nur für die Kosten auf, die dem Verein im Zusammenhang mit der offenen Jugendarbeit entstehen. Der Anteil an der Gesamtnutzung des Hauses, darauf machte Stadtrat Frank Mieszkalski (SPD) aufmerksam, sei erstmals ermittelt und auf 30 Prozent beziffert worden. Auf dieser Grundlage werden im städtischen Haushalt ab 2010 jährlich 22 600 Euro eingeplant. Die Zahlung, die der Verein erhält, richtet sich dann nach dem tatsächlichen Bedarf. Für das Jahr 2009 schießt die Stadt maximal 19 100 Euro für ungedeckte Betriebskosten zu.Für die Bezahlung des Sozialpädagogen, der das Kinder- und Jugendhaus leitet, wurden ebenfalls Vereinbarungen getroffen. Hier springt die Stadt ab sofort mit 5400 Euro jährlich in die Bresche.Einige Parlamentarier taten sich schwer, besonders das für 2009 aufgelaufene Defizit ohne kritische Nachfragen auszugleichen. „Wenn ich als Geschäftsmann am Jahresende feststellen würde, dass so ein Loch in meiner Kasse klafft, käme ich ins Grübeln“, meinte Detlef Holzmann (SPD-Fraktion). René Fleck erklärte dazu, dass der CVJM bereits im September 2008 dem Rathaus gegenüber Finanzierungsnöte signalisiert habe. Seitdem habe sich der Sozialausschuss mehrfach mit dem Thema befasst. Bis vor wenigen Wochen sei zudem auch noch offen gewesen, ob sich der Landkreis an den Betriebskosten beteiligt. Andreas Plakinger (Initiative für vernunft) berichtete, dass man in einer internen Runde mit dem CVJM-Vorstand sehr wohl „hart ins Gericht gegangen“ sei.Thomas Kapst (SPD) störte sich nach wie vor daran, dass der Verein nicht seine Bücher für die Stadt öffne und man keinen Überblick über sämtliche Einnahmen und Ausgaben erhalte. Dies sei nicht legitim, argumentierte die Stadtverwaltung. „Wir haben einen Überblick über alle Kosten, die für die offene Jugendarbeit anfallen. Alle anderen Bereiche auch noch zu durchleuchten, halte ich nicht für zulässig“, so Fleck.Letztlich überwog bei der Mehrheit der Stadträte der Wille, mit der finanziellen Rückendeckung ein klares Signal für die Unterstützung der Kinder- und Jugendarbeit in der Kommune zu setzen. Der Verein habe mit den aktuellen Beschlüssen einen Vertrauensvorschuss erhalten, hieß es. Für die Zukunft komme es auch darauf an, so Mieszkalski, die Arbeit inhaltlich zu profilieren. Dafür müsse das Konzept für die Kinder- und Jugendarbeit in Brandis in enger Abstimmung mit dem Sozialausschuss fortgeschrieben werden. Simone Prenzel

Simone Prenzel

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