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Stadt Grimma probt mit Hochwasserschutzübung den Ernstfall

Altstadt Stadt Grimma probt mit Hochwasserschutzübung den Ernstfall

Freiwillige Feuerwehr Grimma und die Wasserwehren probten am Sonnabend den Ernstfall in der Altstadt. 80 Kameraden waren im Einsatz. Sie wurden von Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung (LTV) unter der Regie von Axel Bobbe unterstützt. nach zweieinhalb Stunden waren alle Schotten dicht.

Schotten sind dicht: An der Großmühle ist das größte Tor mit neun Metern Länge, drei Meter Höhe und etwa 20 Tonnen Gewicht geschlossen.

Quelle: Frank Schmidt

Grimma. „Es besteht die Gefahr von Hochwasser! Melden Sie sich unverzüglich im Hochwasserstab Feuerwehrgerätehaus, Straße des Friedens!“ Das war am Sonnabend kurz nach 8.30 Uhr keine Bitte der Stadtverwaltung Grimma, die per SMS an potenziell gefährdete Einwohner der Muldestadt versendet wurde, sondern eine klare Aufforderung zum Handeln. Nur wenig später sind etwa 80 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sowie der Wasserwehren der Großen Kreisstadt Grimma an die Schläuche gerufen worden. Und mit ihnen kamen gut ein Dutzend Mitarbeiter aus der Verwaltung zum Einsatz. Die gute Nachricht: Es handelte sich um eine Hochwasserschutzübung, mit der das Szenario einer neuerlichen Flut vom Ausmaß 2002 und 2013 geprobt wurde.

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Eine Hochwasserschutzübung fand am Wochenende in Grimma statt. Mit von der Partie waren 80 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und der Wasserwehren. Sie wurden von Mitarbeitern der Landestalsperrenverwaltung unterstützt. An insgesamt fünf Abschnitten kämpften die Kameraden, um die Schotten dicht zu bekommen.

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Das etwa zwei Kilometer lange Flutbollwerk wurde in fünf Abschnitte unterteilt. Die Verantwortlichen waren der technischen Einsatzleitung sowie dem Einsatzstab unter Leitung von Ute Kabitzsch unterstellt. Eines war für alle Beteiligten klar: Dieser Einsatz ist zwar eine Trockenübung, jedoch an einem Bauwerk, welches in dieser Form als Prototyp besteht und noch nicht durchgehend fertiggestellt ist. Daran änderte auch die Information von Oberbürgermeister Matthias Berger nichts, „dass mit dem derzeitigen Stand schon ein gewisser Hochwasserschutz besteht.“ Seine Feststellung begründet sich auf ein Treffen mit dem Planungsbüro in den nächsten Tagen, das für derzeitige Lücken Vorschläge für „ergänzenden mobilen Hochwasserschutz“ unterbreiten soll. Mitnichten sollte diese eher am Rande gemachte Aussage verunsichern, stattdessen eine Vorsichtsmaßnahme sein, da sich ein Jahrhunderthochwasser bekanntlich nicht wirklich an den Kalender hält. Zu den Zaungästen gehörten sowohl Grimmaer Einwohner als auch Stadträte, die sich sehr interessiert ein Bild vor Ort machten.

Und es waren Mitarbeiter der Landestalsperrenverwaltung (LTV) und deren Chef Axel Bobbe anwesend. Dessen Team mischte sich unter die Kameraden in den fünf Abschnitten, „was eine ganz wertvolle Hilfe war, weil wir vor Ort einen Ansprechpartner hatten“, sagte Thomas Knoblich. Sein Abschnitt zwischen Bootshaus und Klosterkirche war mit etwa 800 Metern nicht nur der längste, sondern mit drei Toren und sieben Fenstern auch ein erst fertiggestellter Abschnitt, der erstmals beprobt wurde. „Die Herausforderung hier ist der besondere Arbeitsschutz, da dieser Bereich noch Baustelle ist“, sagte Jens Eisermann vor Ort. Auch am Polizeigebäude hatten die Kameraden mit Widrigkeiten zu kämpfen, die man aber schon vom letzten Übungsjahr her kannte. „Hier sind gewisse Vorarbeiten nötig, um an den Fenstern die mobilen Dichtelemente einsetzen zu können. Das bedarf technisches Verständnis und handwerkliches Geschick“, sagte dort Steffen Kunze.

Obgleich die Einsatzleitung von Beginn an nicht der Zeit, sondern dem Handling den Vorrang gab, waren nach zweieinhalb Stunden alle Schotten dicht. Auch dort, wo ganz bewusst kleine Fehler installiert wurden. Und nicht gewollte Mängel wie zu kurze Leitern, falsches Werkzeug oder auch kein ungehinderter Zutritt zu den Grundstücken fanden sich in den Einsatzprotokollen wieder. Fazit: „Ihr seit sehr engagiert und motiviert gewesen“, lobte Bobbe die gesamte Truppe.

Von Frank Schmidt

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