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Stadt Naunhof am Zug: Stiftung will Grundstück kaufen

Stadt Naunhof am Zug: Stiftung will Grundstück kaufen

Überraschende Wende: Die Partheland-Campus-Stiftung schlägt das Angebot der Stadt aus, ein Grundstück für die Erweiterung des Freien Gymnasiums per Erbpacht zu übernehmen.

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Erhofftes Bauland: An dieser Stelle neben der Feuerwehr will die Stiftung das Gymnasium erweitern.

Quelle: Andreas Röse

Naunhof. Stattdessen will sie Flächen gleich kaufen. Darunter eine andere als jene, die zuletzt im Gespräch war.

Jetzt geht es um das Areal rechts vom Feuerwehr-Gerätehaus. Schon 2010/'11 hatte es zur Disposition gestanden. Nun kommt die Stiftung auf die alten Pläne zurück. Die eigentlich favorisierte Fläche hinter der Feuerwehr bleibt ihr verwehrt, weil sie die Floriansjünger für sich beanspruchen. Auf sie werde verzichtet, so Stiftungssprecher Hans-Dieter Ulm, weil in der "zur Verfügung stehenden Zeit keine Einigung mit den Brandschützern in Aussicht stand."

Das Manko an der neuen Variante ist, dass das jetzige Gymnasiumsgelände hinter der Pathelandhalle, das in Richtung Waldbad erweitert werden soll, und das andere neben dem Feuerwehrdepot voneinander getrennt wären. Zwischen ihnen läge der Übungsplatz der Blauröcke. Die Stiftung hofft, ein Wegerecht über deren Gelände zu erhalten.

Vertragspartner der Stadt soll die Partheland Campus gGmbH werden, deren alleiniger Gesellschafter die Stiftung ist. Geschäftsführerin Kathrin Mayer übergab am Montag Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) den Entwurf für den Kontrakt. Demnach will das gemeinnützige Unternehmen der Kommune einen ortsüblichen Kaufpreis anbieten, den es mit 266 300 Euro berechnet hat.

Noch aber betreibt die Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH das Freie Gymnasium. Die Naunhofer Stiftung will von ihr Ende Juli kommenden Jahres die Trägerschaft übernehmen. Diesen Wechsel muss die Bildungsagentur noch genehmigen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Errichtung des dringend notwendigen zweiten Schulgebäudes geklärt ist. Die Partheland-Campus-Stiftung hofft deshalb nicht nur auf eine zügige Unterzeichnung des Kaufvertrags, sondern auch darauf, dass die Stadt, wie sie im Falle konkreter Zuarbeiten versichert hat, bis zum Sommer kommenden Jahres Baurecht schafft. "Denn dann sollen bereits die Arbeiten für das zweite Schulgebäude beginnen. Nur ein Jahr später im Sommer 2016 soll und muss dieses zweite Schulgebäude ja schon für den Unterrichtsbetrieb zur Verfügung stehen", erklärte Ulm.

Weil das Gymnasium schon jetzt ausgelastet ist und im nächsten Jahr weitere Klassen eingeschult werden sollen, bedarf es einer Übergangslösung. Dafür bittet die Stiftung um die städtische Zustimmung für Umbauten im bestehenden Gebäude. Außerdem sei die Nutzung von Räumen in der Parthelandhalle für das kommende Schuljahr und darüber hinaus erforderlich.

Für Bürgermeister Zocher wurde mit dem Vorstoß der Stiftung der zweite Schritt vor dem ersten gemacht. Für ihn sei der Träger des Gymnasiums der Da-Vinci-Campus. Zur Unterzeichnung eines Überleitungsvertrages der Schulträgerschaft an die Partheland-Campus-Stiftung liege ihm nur eine Pressemitteilung der Stiftung vor. "Der Inhalt selbst ist nicht bekannt, somit auch nicht, mit wem nun genau die weiteren Verhandlungen zu führen sind", ließ er wissen.

Die aktuellen Kaufvorschläge werde die Stadtverwaltung auf ihre Richtigkeit überprüfen. Regelungen zur Nutzung der Parthelandhalle gehören nach Zochers Auffassung nicht in einen Notarvertrag, sondern seien in Miet- oder Nutzungsverträgen zu regeln. Vor allem werde sich die Stadt nicht die Entscheidungshoheit über die Nutzung der Räume und der Halle auf längere Sicht aus der Hand nehmen lassen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2014
Pfeifer, Frank

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