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Grimma Stadt Naunhof zieht vom Großbrand erste Bilanz
Region Grimma Stadt Naunhof zieht vom Großbrand erste Bilanz
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17:21 19.05.2015

Die Stadtverwaltung zog jetzt eine erste Bilanz.

"Etwa 100 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Naunhof, Fuchshain, Ammelshain, Parthenstein, Grimma, Belgershain und Brandis waren stundenlang im Einsatz", heißt es in einer Erklärung. Dazu kamen Polizei, Deutsches Rotes Kreuz und Abwasserzweckverband Parthe. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde ein Erkundungswagen für die Luftmessung hinzugezogen. Mit zwei Baggern und einer Planierraupe schlugen die Firmen Lutz Steinbach aus Pomßen und Umwelt 2000 GmbH aus Naunhof Schneisen zu den angrenzenden Gebäuden. Der Naunhofer Feuerwehrverein und die Gaststätte Gambrinus übernahmen die Essensversorgung. In der Dunkelheit wurde das Technische Hilfswerk (THW) Grimma hinzugezogen.

Die Alarmierung erfolgte laut THW-Dienststellenleiter Samuel Grünert gegen 19.45 Uhr. Aufgabe seiner Truppe sei es gewesen, für die Beleuchtung der Einsatzstelle zu sorgen. "Schon während des Telefonates mit der Leitstelle wurde klar, dass dies nicht ohne die Fachgruppe Beleuchtung aus dem Partner-Ortsverband Leipzig möglich war", erklärte er. Ein Lichtmastanhänger mit sechs Strahlern à acht Kilowatt Leistung, mehrere bis zu vier Kilowatt starke Powermoons und etliche Einzelscheinwerfer auf Stativen hätten Verwendung gefunden. Gegen 7.30 Uhr des darauffolgenden Tages sei das THW abgezogen.

Sowohl Bürgermeister Volker Zocher (parteilos), als auch das THW loben die gute Zusammenarbeit der beteiligten Kräfte am Ort des Geschehens. "Einsatzleiter Sven Viereck hat eine hervorragende Arbeit gezeigt und alles bestens im Griff gehabt", sagte Zocher.

Wie berichtet, rechnet das Stadtoberhaupt mit einem fünfstelligen Betrag, der weit über 10000 Euro liegen wird, wenn alle Kosten für den Einsatz zusammengezählt sind. Die Rechnungen wird er wohl aus dem Stadtsäckel begleichen müssen. Doch er baut darauf, sie dem Eigentümer des Kasernengeländes, der I-pro Lindhardt GmbH, in Rechnung stellen zu können. Nach seiner Auffassung und der des Landratsamts war es nicht erlaubt, in der abgebrannten Halle Schriftstücke zu lagern und Solarzellen aufs Dach zu schrauben.

Kurz nach 14 Uhr war das Feuer ausgebrochen, dessen Ursache die Polizei immer noch untersucht. Es entstand ein Millionenschaden, als die Halle niederbrannte, in der 18000 Europaletten mit Büchern standen. Die Photovoltaikanlagen auf dem Dach erzeugten beim Brand den enormen Rauch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 13.04.2013

Pfeifer, Frank

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