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Grimma Stadtrat Colditz vergibt Bauleistungen für Flutsanierung
Region Grimma Stadtrat Colditz vergibt Bauleistungen für Flutsanierung
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14:21 26.10.2018
Sermuth unter Wasser: Der Ortsteil von Colditz war 2013 stark von der Flut betroffen. Fünf Jahre später sind die Aufträge zur Sanierung der ortsansässigen Sportstätte beschlossen worden. Quelle: Frank Schmidt
Colditz

Fünf Jahre nach dem Hochwasser von 2013 können das flutgeschädigte Vereinshaus der SV Eintracht Sermuth und der dazugehörende Sportplatz umfangreich saniert werden. Der Stadtrat hat dafür am Donnerstagabend erste Bauleistungen vergeben, die einen Umfang von knapp 213 000 Euro haben. Konkret sind Aufträge für Trockenbau, Elektroinstallationen, Estrich- und Putzarbeiten sowie für Fliesenleger- und Malerarbeiten an verschiedene Fachfirmen aus der Region beschlossen worden. Reichlich die Hälfte der Kosten werden mit knapp 65 500 Euro für die Elektroinstallation benötigt, gefolgt von den Estricharbeiten mit 44 000 Euro und Fliesenlegerarbeiten mit 36 000 Euro. Mit 13 000 Euro fallen für den Trockenbau vergleichsweise geringe Kosten an.

Gravierende Preisabweichungen

Auffallend jedoch waren die teils immensen Kostenabweichungen in den Angeboten im Verhältnis zur aktuellen Kostenschätzung der Ingenieurbüros. Hier musste sich die Verwaltung von den Parlamentariern gravierende Preissteigerungen absegnen lassen. So werden bei den niedrigsten Kosten für den Trockenbau 30 Prozent mehr auf der Schlussabrechnung stehen. 24 Prozent Mehrkosten fallen für die Putzarbeiten an und 21 Prozent für die Estricharbeiten. Beim größten Posten, der Elektroinstallation, sind es „nur“ vier Prozent. Dennoch wurde die Kröte der finanziellen Mehrbelastungen per Beschluss geschluckt, gleichwohl alle Kosten zu 100 Prozent zuwendungsfähig seien und aus dem Topf zur Hochwasserschadensbeseitigung gedeckelt sind. Zur Begründung hieß es seitens der Verwaltung, dass auch die anderen Bieter in diesem Preissegment lagen, weshalb davon auszugehen sei, „dass derzeit am Markt keine günstigeren Preise erzielt werden können.“

80 Prozent der Bauleistungen sind gesichert

Auf der anderen Seite waren auch Angebote dabei, die deutlich unter den Kostenschätzungen der Ingenieurbüros lagen. So fallen die Kosten für Maler- und Fliesenlegerarbeiten mit jeweils 48 Prozent deutlich niedriger aus. Weil diese Angebote „nicht den marktüblichen Preisen“ entsprachen und „unangemessen niedrig“ seien, wurden die Bieter aufgefordert, die Angemessenheit der Preise nachzuweisen. Schlussendlich konnten in beiden Fällen die Bieter die geforderten Unterlagen vorlegen und ihre Preispolitik aufklären, was dann entsprechend im Beschluss schriftlich fixiert wurde.

Auf Nachfrage von Stadtrat Manfred Heinz (FDP) informierte Silke Gläser vom Bauamt, dass damit 80 Prozent der Bauleistungen für das Sportobjekt gesichert seien. Gegenwärtig würden noch die Ausschreibungen für Sanitär und Heizung laufen, die in einer der nächsten Parlamentssitzungen zu beschließen sind.

Von Frank Schmidt

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