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Grimma Stadtwald Grimma: Weitere Bäume müssen weichen
Region Grimma Stadtwald Grimma: Weitere Bäume müssen weichen
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14:16 19.05.2015

Das Landratsamt hatte die Aktion gestoppt und Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Grund waren fehlende Genehmigungen für die Maßnahme. "Die Entfernung weiterer teilweise unterspülten und kranken Bäume ist aber zur Vermeidung von Stauungen, sogenannter Verklausungen, zwingend notwendig", erklärte Berger. Er verwies auf eine besondere Gefahrensituation am Abgang der Hängebrücke in den Stadtwald. Am dortigen Ufer seien die Wurzeln einer Schwarz-Pappel-Hybride größtenteils von der Mulde freigespült worden. Die fehlende Standfestigkeit der Bäume sei durch einen Gutachter bestätigt worden.

Der seit Wochen in der Grimmaer Bevölkerung heftig diskutierte Holzeinschlag ist auch im Stadtparlament auf Kritik gestoßen. Dabei zweifelten die Abgeordneten weniger an der Notwendigkeit der Maßnahme. "Wir haben eine Verkehrssicherungspflicht im Stadtwald", verteidigte Jörg Diecke von den Linken die Abholzung. "Aber die Aktion hätte im Vorfeld zwischen Verwaltung und Bürgern kommuniziert werden müssen", so Diecke weiter. "Wir als Stadtrat wollen bei so einer gravierenden Maßnahme einbezogen werden", sagte Hubertus von Below (Fraktionsgemeinschaft SPD/AfD).

Wie gravierend die Maßnahme war, stellte Mathias Stahn, Referent im Staatsbetrieb Sachsenforst und verantwortlich für Privat- und Körperschaftswald, dar. Seinen Angaben zufolge seien auf einer Fläche von 0,7 Hektar unter anderem Ahorn, Eiche, Esche, Pappel, Rotbuche und einzelne Kiefern gefällt worden. "Die Maßnahme diente der Herstellung einer verkehrs- und hochwassersicheren Fläche an der Hängebrücke", sagte Stahn. Aus Sicht des Forstes sei keine Genehmigung notwendig, die Auflage gelte erst ab einer Fläche von 1,5 Hektar.

Der Standort soll mit Eichen und Ulmen wieder aufgeforstet werden. "Wenn das gelingt, dann gewinnt die Fläche am Stadtwald", so der Forstexperte. Bei einem Rückbau des Seesportvereinsgeländes könnten zusätzliche Flächen in die Aufforstung einbezogen werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.03.2014
Schöppenthau, Birgit

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