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Grimma Stadtwehrleiter Robert Zillmann will Bürgermeister werden
Region Grimma Stadtwehrleiter Robert Zillmann will Bürgermeister werden
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20:00 07.02.2018
Robert Zillmann Quelle: Foto: Haig Latchinian
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Colditz

Der 33-jährige Bürgermeisterkandidat Robert Zillmann stellt seinen Wahlkampf unter das Motto „Mit Sicherheit. Zukunft. Gestalten.“ Alle drei Wörter zusammen und jedes für sich drückten aus, was Colditz in den nächsten Jahren brauche, so Zillmann. Der Stadtwehrleiter von Colditz „brenne“ für seine Heimat. Als Einzelbewerber sei er nicht gefangen in den bisherigen „versteinerten Strukturen“. Politik gehöre in die „Volksmitte und nicht in ein abgeschirmtes Rathaus oder Hinterzimmer“. Zillmann möchte Colditz für alle Einwohner noch lebenswerter machen: „Dass Dorfbewohner die Kernstadt als ihre Stadt und die städtische Bevölkerung die Ortschaften als ihre Dörfer begreifen.“

Zillmann ist verheiratet und Vater einer vierjährigen Tochter. Er stammt aus Hausdorf. Seine Familie ist dort bereits seit Generationen ansässig und schon immer aktiv dabei, wenn es darum geht, etwas für die Gemeinschaft zu leisten. Ob beim Pflanzen von Bäumen oder der Gründung der Feuerwehr – immer war auch ein Zillmann vertreten. Ihm sei das Engagement für die Allgemeinheit in die Wiege gelegt worden, so Zillmann. Bei der Juniflut 2013, aber auch nach Sturmtief Friederike war der 2017 mit großer Mehrheit wiedergewählte Feuerwehrchef als Einsatzleiter für alle ihm zugeordneten Kräfte verantwortlich. Er ist Beiratsmitglied für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Landkreises Leipzig. Der studierte Jurist arbeitet seit 2016 hauptberuflich an der Bergakademie Freiberg. Er betreut dort vor allem die Rechtsgebiete des nationalen öffentlichen und europäischen Wirtschaftsrechts, des allgemeinen Verwaltungsrechts und des öffentlichen Bau- und Planungsrechts. Zudem arbeitet er seit deren Gründung im Jahr 2013 für eine Leipziger Unternehmensberatung, die sich digitaler Arbeitswelten und moderner Mitarbeiterführung widme. Zillmann bezeichnet sich als „einen von hier“ und sei „nah dran an den Belangen der Menschen“. Weil er weder für eine Partei noch eine Wählervereinigung antritt, benötigt er 60 Unterstützungsunterschriften, die ab sofort im Rathaus geleistet werden können.

Silvio Gleffe, Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses, bestätigte gestern gegenüber der LVZ, dass sich für die am 8. April stattfindende Bürgermeisterwahl derzeit fünf Kandidaten offiziell angemeldet hätten. Im Einzelnen seien dies Matthias Muschter (CDU), Sascha Schmiedel (Freie Wählervereinigung „Für unsere Heimat“) sowie die drei Einzelbewerber Uwe Quedenbaum, Dirk Jaworski und Robert Zillmann. Noch bis zum 12. März, 18 Uhr, können sich weitere Bewerber melden.

Ihre Stimme können die Colditzer in sieben Wahllokalen (in Schönbach ist es diesmal nicht die „Sächsische Krone“, sondern das Feuerwehrgerätehaus) und einem Briefwahllokal abgegeben. Die Wahlbenachrichtigungen müssen den rund 7500 Wahlberechtigten bis spätestens 18. März zugestellt sein. Sobald die Kandidaten bestätigt und zunächst in der LVZ bekannt gemacht wurden, können die Briefwahlunterlagen in der Stadtverwaltung beantragt werden. Da schon jetzt fünf Bewerber ihren Hut in den Ring geworfen haben, gilt unter Beobachtern ein zweiter Wahlgang (29. April) als wahrscheinlich: „Im ersten Wahlgang ist die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Sollte die keiner der Kandidaten auf sich vereinigen, macht sich ein zweiter Wahlgang erforderlich, bei dem gewinnt, wer die meisten gültigen Stimmen hat“, so Gleffe.

Von Haig Latchinian

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