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Grimma Städtelauf mit Teilnehmerrekord
Region Grimma Städtelauf mit Teilnehmerrekord
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12:29 12.04.2010
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Muldental

Zumeist Freizeitsportler waren es wieder, die den Halbmarathon auch dieses Jahr mit neuem Teilnehmerrekord zum größten Volkssportlauf in der Region machten. Umworben als schönster Landschaftslauf ist er freilich auch vom Wetter abhängig. Und das zeigte den Athleten die kalte Schulter. Mehr noch, feiner Nieselregen trennte die Spreu vom Weizen noch vor dem Start.

Von den offiziell 688 vorab gemeldeten Teilnehmern outeten sich dann doch einige wenige als Schönwettersportler und blieben fern. Der harte Kern aber ließ sich nicht wirklich unterkriegen. Und mit sechs gecharterten PVM-Bussen wurden viele von ihnen nach Wurzen an den Start gebracht. Viele, aber eben nicht alle. „Irgendwie ist uns der Bus vor der Nase weggefahren", sagten Ute und Franz Teichert aus Naunhof. Was nur schwer vorstellbar ist, denn die Busfahrer haben sich nur an die Abfahrtszeiten gehalten.

Muldental. Der 21 Kilometer lange Muldentalbahnradweg zwischen Wurzen und Grimma gehörte gestern 622 Läuferinnen und Läufern. Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin gab den Startschuss für den sechsten Muldentaler Städtelauf.

Wer also zu spät kommt, den bestraft nicht immer gleich das Leben. Denn die Feuerwehr erwies sich einmal mehr als Freund und Helfer des Sports. Und so chauffierte Thomas Knoblich aus Grimma die Nachzügler zum Start, um dann selbst auch zu starten. „Nee, nicht als Läufer. Unsere Jungs sind in Grimma wieder als Streckenposten unterwegs." Wie überhaupt in den Orten entlang der Laufstrecke, also auch in Neichen und Nerchau, besonders die Ortsfeuerwehren bei der Absicherung des Wettkampfes halfen. Hoch offiziell aber hatten die Beamten Roland Frommherz und Ulf Moser im Polizei-Führungsfahrzeug die Mütze auf und etwa ein halbes Dutzend Kollegen und Mitarbeiter von der Sächsischen Sicherheitswacht unter sich. „Ohne diese Helfer geht so etwas gar nicht", nutzte Uwe Rosenberg als Initiator und Organisator des Städtelaufes die Gelegenheit für ein herzliches Dankeschön. Das galt aber auch den vielen Zuschauern am Start in Wurzen sowie an der Strecke und vor allem am Steinbaum in Grimma, dem Zieleinlauf.

In Ölschütz beispielsweise heizten traditionell schon die Funkenmariechen vom Burkartshainer Carnevals Club den Athleten ein. Allerdings in Regenmäntel gehüllt. „Weil wir uns mit unseren teuren Kostümen auch etwas vorsehen müssen." Etwa zehn Kilometer weiter, am alten Verladebahnhof der BHG in Nerchau, bekam Petrus von der Schalmeienkapelle die Stirn geboten. Aus voller Brust bliesen die Frauen und Männer den Sportlern den Marsch.

Längst hat der Städtelauf auch bei einigen Stadtoberhäuptern einen hohen Stellenwert erreicht. So zeigten Matthias Berger aus Grimma, Dietmar Senf aus Großbothen und Andreas Dietze aus Brandis im Läuferpulk Präsenz sowie Jörg Röglin aus Wurzen, Heidemarie Kolbe aus Trebsen und Uwe Cieslack aus Nerchau am Start sowie Ziel.

Frank Schmidt

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