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Grimma Star-Trompeter Ludwig Güttler an der Colditzer Landesmusikakademie
Region Grimma Star-Trompeter Ludwig Güttler an der Colditzer Landesmusikakademie
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12:03 25.04.2016
Mit Lockerheit und Ernst: Ludwig Güttler gab Johanna Mundry (r.) und den übrigen Meisterkursteilnehmern wichtige Ratschläge mit auf ihren weiteren musikalischen Weg. Quelle: Roger Dietze
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Colditz

Wenn sich ein Musiker, der die Interpretation klassischer Werke in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt hat, für die Leitung eines Meisterkurses hat gewinnen lassen, dann dürften die Erwartungen der Kursteilnehmer sehr unterschiedlicher Natur sein. Auf eine locker-gelöste Unterrichtseinheit indes mögen sich nur die allerwenigsten einstellen. Eines diesbezüglich Besseren belehren lassen konnten sich jene zehn jungen Trompeter, die das Vergnügen hatten, mit Star-Trompeter Ludwig Güttler in der auf Schloss Colditz untergebrachten Landesmusikakademie Sachsen zusammenarbeiten zu können. „Nur aus einer lockeren Erwartung heraus lässt sich frei arbeiten, denn eine solche Lockerheit ist für den Erfolg nicht minder notwendig wie die ernste Herangehensweise“, gab der Dresdener Trompeten-Meister den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern mit auf den Weg. Zu diesen gehörte mit Johanna Mundry auch ein Nachwuchstalent aus dem Muldental. Auch die 13-jährige Kührenerin gestand, von der offenen Art Güttlers positiv überrascht gewesen zu sein. „Beim Vorspiel war ich dennoch sehr aufgeregt“, gestand das Mitglied des Kührener Posaunenchores. Wobei die Aufregung unnötig war.

„Mit sechs bis acht Teilnehmern kann man sehr intensiv arbeiten, mit einem Assistenten ist es auch mit bis zu zwölf möglich“, so Güttler, der in Colditz Frank Hebenstreit an seiner Seite hatte. Gemeinsam zeigten die beiden Musiker den zehn Meisterkursteilnehmern unter anderem auf, wie mit minimalem Einsatz von Kraft, Konzentration und Zeit ein optimales bläserisches Ergebnis erreicht werden kann, beantworteten allgemeine Interpretationsfragen und widmeten sich ein halben Kurstag lang dem Corno da Caccia „in Theorie und Praxis“. Jenem historischen Blechblasinstrument, das übersetzt Jagdhorn heißt und das als Vorlage eines modernen Instrumentes diente, an dessen Entwicklung Ludwig Güttler maßgeblich beteiligt war. Fakten, mit denen sich auch Thilo Simers noch einmal vertraut gemacht haben mag, bevor er vom fernen Hamburg aus seine Bewerbung für den Colditzer Meisterkurs auf den Weg brachte. „Mit Ludwig Güttler zusammenzuarbeiten, ist schon etwas Besondere“, so der 20-Jährige.

Laut Akademie-Leiterin Christine Müller sollen die zehn Meisterkursteilnehmer nicht die letzten gewesen sein, denen in ihrem Haus die Möglichkeit zu einer Teilnahme an einem Meisterkurs gegeben wird. „Vielmehr wollen wir einen Kurs dieser Art künftig in jedem Jahr anbieten, wenngleich wir mit Herrn Güttler die Erfahrung gemacht haben, dass es nicht einfach ist, einen Termin mit diesen viel beschäftigten Leuten zu finden.“

Von Roger Dietze

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