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Grimma Steinbauer: "Wir möchten uns bei den betroffenen Mitarbeitern entschuldigen"
Region Grimma Steinbauer: "Wir möchten uns bei den betroffenen Mitarbeitern entschuldigen"
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15:06 19.05.2015

Doreen Lieder hatte sich am Freitag auf Grund einer Dienstreise in die Partnergemeinde Linden nicht in der Lage gesehen, Fragen zu ihrer Amtsführung zu beantworten. LVZ hatte sie am Donnerstagmorgen um Stellungnahme zu den erhobenen Vorwürfen gebeten. Laut Steinbauer habe der Gemeinderat "bemerkt, dass das Arbeitsklima im Rathaus seit geraumer Zeit alles andere als optimal und motivierend ist". Durch die Fülle der Aufgaben und zusätzlichen Anforderungen (Hochwasser, Doppik) seien Verwaltung und Bürgermeisterin immens belastet und gefordert. "Ich denke, sie ist sehr fleißig und gewissenhaft. Zudem möchte sie möglichst viele Probleme auf einmal lösen und mit einer bewundernswerten Gründlichkeit erledigen", so Steinbauers Einschätzung. Da Frau Lieder vor ihrer Tätigkeit als Bürgermeisterin nicht mit dem Rathaus-Alltag vertraut war, habe sie sich in viele Vorgänge erst einarbeiten müssen. "Die Tatsache, dass ihre vorherige Funktion als Beamtin im Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB) nichts mit der Führung einer Gemeinde zu tun hatte, war uns und den Wählern bekannt", spricht Steinbauer für die Macherner CDU. "Ich möchte nichts entschuldigen, aber teilweise waren die Aufgaben für sie gänzlich fremd - trotz ihrer juristischen Ausbildung - und sehr komplex." Auch die Bürger, hofft Steinbauer auf Nachsicht, "haben sicherlich Verständnis dafür, dass man nach sieben Monaten Amtszeit kein absoluter Kommunalprofi sein kann."

"Natürlich tut es Frau Lieder und auch uns leid, dass scheinbar einige Mitarbeiter gesundheitlich unter der Situation leiden", so der Macherner Vize weiter. "Wir möchten uns bei den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in aller Form entschuldigen und wünschen Ihnen eine gute Besserung."

Daniel Jurochnik ist angesichts dieser unverhofften Wendung sprachlos: Noch zu Wochenbeginn habe es ein Treffen mit dem Rechtsanwalt der Gemeinde gegeben, in dem andere Töne angeschlagen wurden. "Dort war die Botschaft, dass einer meiner Mandanten freiwillig auf seinen Arbeitsplatz verzichten soll. Als wir dies abgelehnt haben, hieß es, dann müsse man halt ausloten, wer den längeren Atem habe und sich vor Gericht treffen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.11.2013
Simone Prenzel

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