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Steinbruch setzt auf Schiene

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Parthenstein/Großsteinberg. Von der Straße auf die Schiene: Im Betrieb Großsteinberg des Sächsischen Quarzporphyr-Werke nimmt dieses Konzept in neuem Ausmaß Gestalt an.

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Bahnverladung in neuem Ausmaß: Hartmut Hempel, Leiter des Großsteinberger Betriebes der Sächsischen Quarzporphyrwerke GmbH weist auf das neu errichtete Boxenlager und die schallgedämmte Verladestation hin.

Quelle: Andreas Läbe

Im kommenden Monat soll hier die neue Verlade-Anlage in Betrieb gehen.

Mit ihr werden Voraussetzungen dafür geschaffen, dass künftig zwei Drittel der Jahresproduktion – rund eine Million Tonnen Gestein – per Bahn versandt werden können. Derzeit liegt dieser Anteil bei 50 Prozent. Mit der Neustrukturierung des innerbetrieblichen Transportes und dem Ausbau der gesamten Bahnverladungsanlage will sich das Unternehmen vor allem perspektivischen Erfordernissen stellen. „Die Wirtschaftlichkeitsgrenzen zwischen Bahn- und Lkw-Transport verschieben sich. Der Bahnversand weist steigenden Trend auf", stellt Matthias Zeipert, Geschäftsführer der Sächsischen Quarzporphyr-Werke GmbH, fest. Zeipert verweist darauf, dass früher das Gestein mit dem Lkw bis zu 180 Kilometer weit wirtschaftlich zu den Kunden transportiert werden konnte. Heute dagegen seien schon 120 Kilometer für den Bahnversand attraktiv. Ursache dafür seien nicht nur Mautgebühren auf Autobahnen, sondern auch steigende Dieselpreise. Dazu komme, dass das Großsteinberger Werk auch vom Wettbewerb privater Eisenbahn-Unternehmen profitieren könne. „Mit dem Ausbau des Bahn-Versandes stellen wir uns zudem darauf ein, dass in der Perspektive im Leipziger Raum möglicherweise nicht mehr so viele Großprojekte des Verkehrswegebaus zu bedienen sind, wie das derzeit unter anderem mit dem Ausbau der Autobahn 72 oder der Erweiterung von Automobilwerken der Fall ist. Mit der neuen Bahnverladung machen wir uns fit für entferntere Absatzregionen beispielsweise in Mecklenburg/Vorpommern, in Neubrandenburg oder auch in Polen."

Die neue Bahnverladung im Großsteinberger Steinbruch wird so durch die Erweiterung der Gleisanlagen im Betrieb künftig ermöglichen, längere Züge als bisher einzusetzen. Sind die Züge bisher bis zu 450 Meter lang, werden sie künftig bis 600 Meter erweitert werden können. Neue Bahnverladung heißt aber auch Vergrößerung der Bevorratungskapazitäten durch das so genannten Boxen-Lager. Das fasst rund 20 000 Tonnen aufbereitetes Gestein und wird per Band beschickt. Die Beförderung des Gesteins mit großen Muldenkippern soll künftig nur noch ein Fünftel des innerbetrieblichen Transportes ausmachen. Lärm- und Staubbelastung würden dadurch, ebenso wie durch die schallgedämmte Verladung selbst, weiter reduziert. Bereits im März hatten die Sächsischen Quarzporphyrwerke im Großsteinberger Betrieb auch ein Rohstein-Silo errichtet, damit vorgebrochenes Gestein in einem geschlossenen Raum zwischengelagert werden kann. Auch dadurch wurden Staub- und Geräuschbelastungen deutlich vermindert.

Andreas Läbe

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