Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Grimma Stiftung soll Weiterbau des Naunhofer Gymnasiums sicherstellen
Region Grimma Stiftung soll Weiterbau des Naunhofer Gymnasiums sicherstellen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:31 19.05.2015
Anzeige
Naunhof

Am Montagabend plädierte er in nichtöffentlicher Sitzung für diesen Schritt. "Das ist ein historischer Moment für Naunhof, eine Sternstunde und ein Meilenstein bürgerlichen Gemeinsinns", kommentierte der Vorsitzende des Vereins, Carlo Wenzel.

Alle 47 stimmberechtigten Teilnehmer der Zusammenkunft im Gymnasium votierten für eine entsprechende Vorlage der Arbeitsgruppe "Zukunft", teilte der Pressesprecher des Vereins, Hans-Dieter Ulm, mit. Der Vorstand sei sofort beauftragt worden, die weiteren formal notwendigen Schritte zur Gründung der Stiftung einzuleiten, die den Arbeitstitel "Partheland Campus" erhielt.

Seit Monaten, so Ulm, hatte sich die Arbeitsgruppe "mit großer Akribie hinter den Kulissen intensiv mit den Fragen der möglichen Rechtsformen, der Finanzierung sowie der Fördermöglichkeiten auseinandergesetzt." Dieses Unterfangen habe einige Zeit beansprucht, schließlich werde mit einem Bauvolumen von mehreren Millionen Euro gerechnet. Ulm: "Allein der kommende zweite Bauabschnitt dürfte mit zwei bis drei Millionen Euro zu Buche schlagen."

Neben der Stiftung solle zeitnah eine gemeinnützige GmbH gegründet werden, die als Handlungsinstrument der Stiftung für das eigentliche Bauvorhaben dienen werde. "Mit der Stiftung und der gGmbH gewinnt die Stadt Naunhof in Kürze adäquate Ansprechpartner für die weitere Entwicklung des Gymnasiums und damit der Infrastruktur der Parthestadt", legte Ulm dar.

Im Vorfeld der jetzigen Eigeninitiative hatte sich die Stadt weitgehend aus dem Vertragswerk um das Gymnasium zurückgezogen, das vom Landratsamt beanstandet worden war. Jetzt existieren nur noch ein befristeter Fördervertrag zwischen Naunhof und dem Träger des Gymnasiums, der Da-Vinci-Campus Nauen gGmbH, sowie ein Mietvertrag zwischen der Naunhofer Wohnbau GmbH und dem Träger. Die Stadt, so Bürgermeister Volker Zocher (parteilos), kann sich wegen der anstehenden Haushaltskonsolidierung finanziell nicht am Weiterbau des Gymnasiums beteiligen.

In einer ersten Reaktion auf das Vorhaben des Fördervereins sagte Irene Petrovic-Wettstädt, Geschäftsführerin des Schulträgers: "Die Stiftung ist das Allerbeste, was dem Gymnasium und Naunhof passieren kann." Auch Bürgermeister Zocher zeigte sich optimistisch. "Ich freue mich, dass eine Lösung gefunden wurde, ohne unsere Finanzen in Anspruch zu nehmen. Das wertet die Stadt auf." Doch einen "kleinen Wehrmutstropfen" gebe es. "Das Grundstück und die Planung müssen wir verkaufen, wir können nichts verschenken." Ute Punar, die im Vorstand des Fördervereins und für die CDU im Stadtrat sitzt, sagte: "Wir haben die Grundlage gelegt, damit das Gymnasium das wird, was wir von Anfang an wollten - eine solide, zukunftsorientierte Einrichtung für Naunhof." Frank Möckel, Vereinsmitglied und UWV-Stadtrat, erklärte: "Ich begrüße das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die Errichtung des zweiten Bauabschnitts selber in die Hand zu nehmen. Viel Arbeit liegt hinter uns, viel Arbeit liegt noch vor uns, jedoch bin ich mir sicher, dass wir diese Aufgabe mit diesem Team stemmen werden."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.10.2013
Pfeifer, Frank

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Trotz der vom Landratsamt geforderten Haushaltskonsolidierung, durch die der Stadt das Geldausgeben erschwert wird, muss in Naunhof keineswegs auf jegliche Investition verzichtet werden.

19.05.2015

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_27928]Naunhof. Mit einem Quetschfest ist im Kranwerk Naunhof der etwas andere Erntedank zelebriert worden. Die Besucher waren eingeladen, den Herbst auf vielfältige Weise zu erleben und zu genießen.

19.05.2015

Der Klingaer Horstsee heißt Dorfteich. Und er braucht keine Fischkönigin, sondern gestandene Männer wie Kay-Uwe Droll, Dirk Eisermann, Karsten Zoch, Steffen Moritz und Daniel Ficek.

19.05.2015
Anzeige