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Grimma Stillstand in Grimma
Region Grimma Stillstand in Grimma
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05:00 11.09.2010
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. Noch – denn die Arbeit soll demnächst von einer Großleitstelle in Leipzig aus erledigt werden. Die Staatsregierung erhöht jetzt den Druck in dieser Angelegenheit.

Dass es in ganz Sachsen künftig nur noch fünf statt bisher 22 Rettungsleitstellen geben soll, steht bereits seit Jahren fest. Die Konzeption für den Freistaat Sachsen, die vom Landesbeirat für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz erarbeitet wurde, sieht vor, dass die Einsätze in Zukunft aus Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Hoyerswerda gesteuert werden. Doch während in Hoyerswerda und Dresden bereits mit dem Bau einer Leitstelle begonnen wurde, ist in der Leipziger Region – mit der Stadt sowie den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen – noch nicht viel passiert.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen setzten sich sowohl der Rettungszweckverband (RZV), der als Träger der Leitstelle für den Bereich der ehemaligen Kreise Muldental, Leipziger Land und Döbeln zuständig ist, als auch die Landkreisspitze noch bis Ende des vergangenen Jahres

vehement für den Erhalt einer Leitstelle in Grimma für den ländlichen Raum

ein. „Wir haben im Innenministerium immer wieder unsere Argumente und Planungsunterlagen vorgestellt", sagt RZV-Geschäftsführerin Carola Schneider. In das gleiche Horn blies

auch Nordsachsen-Landrat Michael Czupalla (CDU), der allerdings Delitzsch erhalten will: „Leipzig ist für uns kein Thema, weil die Bedingungen dort nicht zu akzeptieren sind. Die Leitstelle muss in Delitzsch bleiben", sagte er jetzt in einem Pressegespräch. Zum anderen signalisierte die Stadt Leipzig zwischenzeitlich, gar keinen Platz für die Aufnahme der Kräfte aus den Kreisen zu haben, was bei der RZV-Geschäftsführerin für Verwunderung sorgte. Unter Innenminister Albrecht Buttolo habe es stets geheißen, in Leipzig sei zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 so investiert worden, dass ausreichend Gebäudeflächen vorhanden seien.

Inzwischen hat es zwar etliche Gespräche unter den Partnern gegeben, allerdings keine Fortschritte. Obwohl die Staatsregierung wiederholt zum Ausdruck brachte, dass nur für die fünf Großleitstellen Gelder fließen würden, fordert Czupalla unverändert den Erhalt der Einrichtung in Delitzsch. Die Durchsetzung wird allerdings zunehmend schwieriger. In Dresden ist eine Verordnung in Vorbereitung, die die Konzentration auf fünf Großleitstellen verbindlich vorschreibt. Und um den Druck zu erhöhen, wurde auch gleich noch festgelegt, dass die Vorarbeiten bis Ende des Jahres begonnen sein müssen, weil sonst die Finanzierung eingestellt wird. Allein von den Krankenkassen, die das Rettungswesen zu 50 Prozent finanzieren, würden im Bereich der geplanten Großleitstelle Leipzig etwa vier Millionen Euro fehlen. „Das ist nicht aufzufangen", sagt Schneider. Deshalb gehe sie als Realistin davon aus, dass die Großleitstelle Leipzig kommt. Allerdings nicht vor 2014: „In der bestehenden Bausubstanz geht es nicht, ein Neubau ist langfristig wohl auch kostenmäßig die beste Variante." Heinrich Lillie

Heinrich Lillie

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