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Grimma Stöbern, feilschen, einpacken: 1. Trebsener Trödelmarkt schreit nach Wiederholung
Region Grimma Stöbern, feilschen, einpacken: 1. Trebsener Trödelmarkt schreit nach Wiederholung
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07:00 01.11.2016
Der Sound der 50er und 60er Jahre: Bernd Erler (hinten) hat betagte Unterhaltungselektronik mit in die Trebsener Sport- und Kulturstätte gebracht. Quelle: Roger Dietze
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Trebsen

Schauen, stöbern, feilschen, einpacken: Die Trebsener Sport- und Kulturstätte „Johannes Wiede“ hatte sich am Sonnabend in ein Paradies für Schnäppchenjäger verwandelt. Erstmals hatte die Stadt zu einem Trödelmarkt für nichtgewerbliche Händler, sprich Privatpersonen, eingeladen. „Nachdem wir vor einigen Jahren bereits einen Trödelmarkt für Händler organisiert hatten, kam nun die Idee auf, ein solches Angebot auch den Bürgern anzubieten“, so Stadtmitarbeiterin Rosel Wächter.

Ein Angebot, welches auf eine große Nachfrage stieß. „Es haben sich 40 Leute angemeldet. Dies ist eine Zahl, mit der wir sehr zufrieden sind“, so Wächter. Sofern auch die teilnehmenden Trödler ein positives Fazit der Veranstaltung ziehen, stehe einer Wiederholung nichts im Wege.

Worüber auch Wenke Thiemer erfreut sein dürfte. „Ein solcher Trödelmarkt ist eine gute Sache, denn es häuft sich doch über die Jahre eine ganze Menge an“, so die Seelingstädterin, die sich am Sonnabend mit einigen Frauen aus dem Trebsener Ortsteil einen Stand in der Sport- und Kulturstätte teilte. „Wir waren schon einmal zusammen bei einem Trödelmarkt in Machern und finden es gut, dass wir hier eine solche Möglichkeit quasi vor der Haustür haben.“

Ein ganzes Stück weiter war der Anfahrtsweg für den Otterwischer Ralf Dottermusch und seine Mutter. „Wir sind zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung, und es ist für uns sicherlich hilfreich, dass meine Mutter Verkäuferin ist und auf die Leute zugehen kann“, so der 32-Jährige. „Denn nur sitzen und warten bringt, so glaube ich, nicht den erhofften Erfolg.“ Und Erfolg ist, wenn das Auto auf der Rückfahrt vom Trödelmarkt deutlich leerer als auf der Hinfahrt ist. „Meine Mutter hat einige Dinge von ihrer Mutter vererbt bekommen, aber sie hat festgestellt, dass diese sie mehr bedrücken als erfreuen.“

Eine ungetrübte Freude an betagter Unterhaltungselektronik hat demgegenüber Bernd Erler aus Grimma. Allerdings, so der 65-Jährige, laufen die Geschäfte insbesondere mit Röhrenradios aus den 50er und 60er Jahren nicht mehr so gut wie noch vor wenigen Jahren. „Damals hat man sie noch für einen symbolischen Betrag bekommen, mittlerweile muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen“, so der Muldestädter.

Von Roger Dietze

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