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Grimma Stopp für Stadion-Neubau in Grimma: Linke fordert Landtag zum Handeln auf
Region Grimma Stopp für Stadion-Neubau in Grimma: Linke fordert Landtag zum Handeln auf
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00:21 23.09.2017
Das Stadion der Freundschaft in Grimma. Quelle: Frank Prenzel
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Dresden/Grimma

Eine Petition zum vollständigen Erhalt des Stadions der Freundschaft in Grimma hat der Ortsverein Grimma-Colditz der Linken am Mittwoch in Dresden dem Präsidenten des Landtags übergeben. Wie berichtet, hatte die Partei dazu Flyer in den Grimmaer Briefkästen verteilt und Unterschriften gesammelt.

Kerstin Köditz, Grimmaer Abgeordnete im Landtag, übergab für ihre Partei die Petition und spricht von „einer Serie von Schildbürgerstreichen, mit der sich die Stadt Grimma mehr Probleme einhandelt als löst“. Ziel der Petition sei, dass der Zuwendungsbescheid der Sächsischen Aufbaubank vom 28. Juni 2016 zurückgenommen oder geändert wird. Köditz’ Partei fordert das Innenministerium und die CDU-SPD-Mehrheit im Petitionsausschuss auf, „alle Hebel in Bewegung zu setzen“, damit das Stadion der Freundschaft vollständig erhalten bleibe. Die Linke hoffe, dass das Projekt in aller Tiefe geprüft wird.

Wie berichtet, werden laut Stadtratsbeschluss die zwei Fußballplätze vom Innenstadtrand an die Lausicker Straße verlegt. Auf dem jetzigen Jahnstadion-Gelände entsteht ein Rewe-Markt mit Drogerie, das Stadion der Freundschaft dient künftig nur noch dem Schulsport und der Leichtathletik. Dazu müssen laut Fördermittelbescheid unter anderem Tribünen und das alte Vereinsgebäude mit Umkleiden und Clubgaststätte abgerissen werden. Das komme einer Schleifung gleich, erneuerte Köditz ihre Kritik. Für den Neubau der Fußballplätze zahlt der Freistaat 3,28 Millionen Euro zweckgebunden für flutsichere Umbauten. Das Geld fließt nur, wenn die alten Fußballplätze wegkommen.

Köditz spricht von vielen Ungereimtheiten. Neben der Konkurrenz für den Einzelhandel in der Altstadt durch den Rewe verschwinde mit dem Jahnstadion eine Retentionsfläche bei Hochwasser. Die neue Schutzmauer sei zu niedrig, um eine Flut wie 2002 abzuhalten. Hohe Betriebskosten am neuen Standort müsste zum großen Teil die Stadt tragen.

Von Frank Prenzel

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