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Grimma Stopp für schwere Technik im Wald
Region Grimma Stopp für schwere Technik im Wald
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05:00 18.06.2010
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Wer meint, es sei vergessen worden, ist auf dem Holzweg. „Erst der lange Winter, dann eine lange Tauphase, jetzt infolge lang anhaltenden Regens ein aufgeweichter Boden. Wir haben das Rücken des Holzes abgebrochen", erklärt Köhler. Die Schäden, die sonst an Wegen und Waldbestand entstehen würden, wären nicht zu verantworten.

Das Holz rücken, damit ist der Transport der bereits in zwei bis fünf Meter zugeschnittenen Stämme aus dem Wald an den Wegesrand gemeint, wo sie für die Übergabe an die Käufer – Säge- und holzverarbeitende Werke – aufgestapelt werden. So sehr es Köhler freut, dass durch die feuchte Witterung die Frühjahrspflanzung schnell und kräftig Wurzeln geschlagen hat, so sehr ärgert es ihn zugleich, dass jetzt durch die starke Staunässe im Waldboden geschlagenes Holz so lange liegen bleiben muss, bis die schwere Technik wieder in den Wald kann, ohne sich in Wege und Waldboden „einzugraben". Denn Holz ist Geld und je länger es im Wald liegt, umso größer ist die Gefahr, dass es an Qualität verliert. Deutliches Zeichen dafür sind Holzverfärbungen, die den Preis drücken können. Bei der Lieferung von so genanntem Industrieholz-Sortimenten, die gehäckselt und zu Spanplatten verarbeitet werden oder aus denen beispielsweise das Unternehmen Choren Industries Freiberg – ein Großabnehmer für den Forstbetrieb - Bio-Kraftstoff herstellt, falle das nicht allzu sehr ins Gewicht, meint Köhler. Aber bei den sägefähigen Sortimenten reagiere der Markt empfindlich. Deshalb zählt er die Tage, bis endlich wieder gerückt werden kann. 500 Festmeter der insgesamt rund 1500 Festmeter Holz, die im Revier geschlagen worden sind, sind bereits an die Käufer gebracht. Der „Rest" soll bis Ende Juli gestapelt sein. Den Abtransport in die Industriebetriebe übernehmen dann deren zuständige Fuhrunternehmen. Auch hier ist – ebenso wie bei der vollautomatischen Holzernte mit dem Harvester – die Elektronik mit im Spiel. „Nachdem die Käufer das gestapelte Holz im Wald begutachtet und übernommen haben, erhalten sie von uns für den Abtransport per E-mail eine elektronische Karte mit den entsprechenden GPS-Daten, durch die die Verladestelle im Wald genau auffindbar ist", sagt Köhler. In Gedanken ist er auch schon bei der kommenden Holzernte des zweiten Halbjahres. Die wird nämlich jetzt bereits vorbereitet.

Andreas Läbe

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