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Grimma Straßensperrungen wegen Waldarbeiten rund um Bad Lausick und Colditz
Region Grimma Straßensperrungen wegen Waldarbeiten rund um Bad Lausick und Colditz
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11:45 19.02.2018
Im Wermsdorfer, Colditzer und Gastener Forst laufen die Aufräumarbeiten nach dem Sturmtief. Quelle: Axel Kaminski
Bad Lausick/Colditz

Im Glastener und Colditzer Forst hat der Orkan Friederike mit einer Heftigkeit gewütet, wie kaum ein Sturm zuvor. Rund 70 000 Festmeter Holz brachen im Sachsenforst-Revier Colditz, weitere 50 000 Festmeter im Revier Waldmühle. Im Landeswald des Forstbezirkes Leipzig wird der Gesamtschaden auf inzwischen 215 000 Festmeter geschätzt. „Was ich in den nächsten fünf, sechs Jahren schlagen wollte, fällte Friederike in nicht mal einer Stunde“, sagt Waldmühlen-Förster Falkhard Dau.

Mit Windspitzen von 186 Kilometern pro Stunde – gemessen auf den nahen Windrädern bei Ebersbach – sei der Sturm über den Wald gekommen und die Stämme vor allem auf den Kuppen flächig umgelegt worden. „Wenn ein Baum bei der ersten Böe nachgibt, haben die folgenden mehr Angriffsfläche. Es entsteht eine Düsenwirkung. Die Folgen sind im Revier überall zu sehen“, so Dau. Vor allem Fichten, Kiefern und Lärchen habe es erwischt, aber auch Laubgehölze.

Nadelholz hat Priorität

Um System in das große Aufräumen zu bringen, hat der Förster Aufarbeitungskomplexe gebildet. In dieser Woche wird mit Forstspezialmaschinen begonnen, die Bäume zu bergen, zu schneiden und für den Abtransport zu poltern. „Start ist entlang der Bundesstraße 176, und wegen des Borkenkäfers kümmern wir uns zuerst um das Nadelholz.“

Revierförster Falkhard Dau an einer zerstörten Wanderhütte. Quelle: Jens Paul Taubert

Um der Verkehrssicherung Genüge zu tun, wird die B 176 am 27., 28. Februar und 1. März zwischen Ballendorf und dem Abzweig Schönbach voll gesperrt. Bis zum Spätherbst hofft Dau, an die 30 000 Festmeter aufarbeiten zu können. An der Aufforstung der geplanten acht Hektar Waldumbauflächen halte er fest. 2019 und 2020 werde man dabei noch zulegen. Dass der Umbau des Waldes hin zu Laubmischwald unverzichtbar sei, habe der Orkan gezeigt, so Dau: „Wir haben an vielen Stellen für Initialzündungen gesorgt. Jetzt setzen wir aber auch darauf, dass die Natur zeigt, was sie kann.“

Vorsicht bei Spaziergängen geboten

Für alle, die im Wald unterwegs seien, heiße es, besonders aufmerksam zu sein, so der Förster: „Ein gefahrloses Betreten ist angesichts der Schäden in nächster Zeit Illusion. Auf eine amtliche Sperrung wie in Nordsachsen wurde im Landkreis Leipzig aber verzichtet. Jeder sollte sich aber vor Augen führen, dass es ein Risiko gibt.“ Wenn jetzt das Aufräumen mit Maschinenkraft beginne, würden Wege und Waldbereiche allerdings gesperrt – nach Möglichkeit so, dass Wanderer und Radfahrer zeitig genug alternative Routen fänden.

Von Ekkehard Schulreich

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