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Grimma Strohlager in Ammelshain brannte – Ermittlungen gegen 17-Jährigen
Region Grimma Strohlager in Ammelshain brannte – Ermittlungen gegen 17-Jährigen
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16:55 12.06.2017
Zwei je 100 Quadratmeter große Foliezelte, in denen Heu eingelagert war, brannten. Quelle: Frank Schmidt
Naunhof/Ammelshain

Die Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum der Feuerwehr in Ammelshain fanden am Sonntagabend ein jähes Ende. Gegen 20.30 Uhr heulten die Sirenen, zwei je 100 Quadratmeter große Folienzelte, in denen Heu eingelagert war, brannten lichterloh. Schnell kam die Vermutung auf, dass es sich um Brandstiftung handelt. Bereist vor drei Wochen hatte ebenfalls an gleicher Stelle ein großer Strohhaufen gebrannt.

Die Heuhallen Quelle: Frank Schmidt

„Wir glauben da nicht mehr an einen Zufall“, sagte Gerd Schanze als Produktionsleiter der geschädigten Beiersdorfer Pflanzenproduktion am Montag. Und genährt wird sein ungutes Gefühl von einer Beobachtung, die ein polnischer Lkw-Fahrer der Polizei zu Protokoll gegeben hat. Demnach habe ein maskierter Mann das Gelände auf dem Fahrrad verlassen, nur kurz darauf brannte das Heulager in voller Ausdehnung. Damit gab der Zeuge einen entscheidenden Hinweis auf den mutmaßlichen Zündler. Dieser konnte daraufhin namentlich bekannt und als 17-jähriger Ortsansässiger bekannt gemacht werden. Gegen ihn wird nun wegen Brandstiftung ermittelt.

Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden auf 20.000 Euro. Quelle: Frank Schmidt

Die herbeigeeilten Kameraden aus Ammelshain bekamen Unterstützung aus Polenz, Beucha und Naunhof. Sie hatten alle Hände voll zu tun, den nahen Rinderstall mit etwa 80 Tieren vor den Flammen zu schützen, die überzugreifen drohten. Dafür ist eine Wasserwand hochgezogen worden, während die Löscharbeiten am Brandherd mit Schaum im Gang waren, jedoch später eingestellt wurden, obwohl es noch immer Glutnester gab, die aufloderten. Grund ist eine Anordnung von der Unteren Wasserschutzbehörde gewesen, das sich das Gelände im Trinkwasserschutzgebiet befindet, weshalb mit Schaum nicht weiter gelöscht werden darf. „Wir müssen den Rest kontrolliert abbrennen lassen“, sagte Schanze. Der 50-Jährige nutzte die Gelegenheit sich bei allen beteiligten Kameraden für ihren Einsatz zu bedanken. Ersten Schätzungen zufolge entstand dem Landwirtschaftsbetrieb ein Sachschaden von 20.000 Euro.

Von Frank Schmidt

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