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Studenten stellen Sozialraumanalyse für Colditz vor

Studenten stellen Sozialraumanalyse für Colditz vor

 Colditz. Studenten der Soziologie, Sozialpädagogik und Kulturwissenschaften aus Leipzig und Mittweida erstellten eine Sozialraumanalyse für die Stadt Colditz.

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Benjamin Winkler analysierte Strukturen in Colditz.

Quelle: Frank Schmidt

Vom Club Courage Colditz in Auftrag gegeben, wurde das Ergebnis nun der Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.

Gefördert wurde das Projekt vom Bundesprogramm „Vielfalt tut gut“ sowie vom Muldentaler Aktionsplan „Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“. Das war auch thematischer Rahmen diese Analyse. Die aber weder repräsentativ sie noch werten wolle, stellte der Student und Projektleiter Benjamin Winkler klar. Es sei schwer gewesen, für die seit 2008 durchgeführten Befragungen und Interviews Gesprächpartner zu finden. Überdies hätten zusätzliche Fragebögen in Schulen nicht alle Schüler ausgefüllt. Kritik gab es an die Adresse von Unternehmern und Anliegern im Stadtzentrum. „Wir müssen eingestehen, dass sich hier eine mangelnde Teilnahmebereitschaft zeigte“, konstatierte der 25-jährige Winkler, der diese Analyse wort- und redegewandt sowie souverän präsentierte. Vordergründig sei es darum gegangen, „Sichtweisen und Wahrnehmungen in der Colditzer Bevölkerung aufzugreifen“. Und daraus zog Winkler Schlüsse. Erstens: Ein Teil der Befragten beobachtet „einen Konflikt zwischen linken und rechten Jugendlichen“, der andere nicht minder große Teil sieht „ein Problem mit rechtsmotivierter Gewalt“. Zweitens: „Es gibt Colditzer, die das Problem kennen, damit aber nichts zu tun haben wollen. Aber auch viele, die sich Gedanken über ihre Stadt machen und zur Verbessung des sozialen und politischen Lebens Konzepte entwickeln.“ Unter den in der Analyse sowie in der Diskussion erwähnten Konzepten ragten drei heraus.Da erhofft man sich eine Stärkung des Ehrenamtes, denn Aktionen gegen Extremismus seien nicht nur eine Frage des Geldes. Überdies regte man eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit an, etwa mittels Internetauftritten oder Flyern. Und man mahnte eine Belebung der Stadt durch Tourismus an. Letzteres empfand Cornelia Kasten vom Schloss als „schallende Ohrfeige“. Mit 32 Veranstaltungen im Jahr werde schon viel gemacht. Aktiv, sprich präsent sei auch die Polizei, ließ Jan Müller vom Polizeirevier Grimma wissen. „Es gibt hier einen Polizeiposten. Zwar nicht rund um die Uhr, aber wir sind zu Schwerpunktzeiten in der Stadt – nachts, an Wochenenden und an bestimmten Feiertagen.“ Zwei Besucher hatten ein anderes Konzept. „Es wird immer nur vom Imageschaden der Stadt gesprochen, weil es da ein Problem gibt“, sagte Stadtrat Peter Lewkowitz. „Wir sollten besser von Imagegewinn reden, weil wir uns mit dem Problem beschäftigen.“ Und Pfarrerin Angelika Lau meinte: „Flyer drucken? Ja, das ist das eine. Aber anfangen muss jeder bei sich selbst – im Kopf.“

Frank Schmidt

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