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Grimma Sturzbach nach Unwetter über Trebsen
Region Grimma Sturzbach nach Unwetter über Trebsen
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11:10 11.06.2018
Die Feuerwehr öffnet Straßeneinläufe, damit das Wasser besser abließen kann. Quelle: Frank Schmidt
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Trebsen

Örtlich stand das Regenwasser im Stadtgebiet von Trebsen binnen kurzer Zeit bis zu sechs Zentimeter hoch. „Das schafft kein Straßeneinlauf mehr.“ Diese Erfahrung musste Trebsens Wehrleiter Daniel Rudolph selbst am späten Samstagabend machen, als ein kurzes und heftiges Unwetter mit Starkregen und vereinzelt auch mit Hagel über die Muldestadt hinwegzog.

Die Feuerwehr im Dauereinsatz. Quelle: Frank Schmidt

Das zwang Rudolph, eine Geburtstagsparty sausen zu lassen und mit gut einem Dutzend seiner Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in die Einsatzkluft zu steigen. Grund waren vollgelaufene Keller und Überflutungen im öffentlichen Bereich. Besonders schlimm traf es die Industriegebietsstraße. Dort bildete sich ein Sturzbach mit Wassermassen, die sich von angrenzenden Feldern auf die etwas abschüssige Straße ergossen und gen Osten strömten.

Wehr musste Gullys öffnen

Der Kreuzungsbereich von Pauschwitzer und Industriegebietsstraße vor der Einfahrt zur Papierfabrik wurde zum Sammelbecken sowohl für die braune Brühe als auch für Schlamm und Treibgut. Dort konzentrierte sich der Blaulichteinsatz. Gullys mussten lokalisiert und geöffnet werden, um sie von Unrat zu befreien, der ein ungehindertes Ablaufen erschwerte.

Nach dem Öffnen von Straßeneinläufen floss das Wasser langsam ab. Quelle: Frank Schmidt

Und als hätten die Ehrenamtlichen damit nicht schon genug zu tun gehabt, kam noch ein Feueralarm nach Blitzeinschlag mit Verdacht auf Gebäudebrand am Pauschwitzer Berg dazu. „Blitzeinschlag ja, aber nur in einen Baum und ohne davon ausgehender Gefahr für Personen oder Gebäude. Entwarnung“, fasste Rudolph diesen Einsatz zusammen und wendete sich wieder der neuen Seenlandschaft in der Industriegebietsstraße zu.

Kreuzung stundenlang gesperrt

Da dort besonders für Autos kein Durchkommen war, musste die Kreuzung für Stunden gesperrt werden. Die Kameraden waren zum Ausharren verdammt, weil die geöffneten Straßeneinläufe noch lange das ständig nachfließende Wasser aufnehmen mussten.

Von Frank Schmidt

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