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Sylvio Mahla macht im Naunhofer Stadtrat Platz für Frank Schneider

Dritter Abschied Sylvio Mahla macht im Naunhofer Stadtrat Platz für Frank Schneider

Parteiübergreifend wird der Entschluss von Sylvio Mahla bedauert, den Naunhofer Stadtrat zu verlassen. Auch wenn er damit schon der dritte Mann ist, der in der gegenwärtigen Legislaturperiode sein Mandat abgibt, stimmten die Abgeordneten seinem Antrag einhellig zu. Als Nachfolger vereidigte Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) den 61-jährigen Frank Schneider.

Das Naunhofer Rathaus.

Quelle: LVZ-Archiv/Andreas Röse

Naunhof. Parteiübergreifend wird der Entschluss von Sylvio Mahla bedauert, den Naunhofer Stadtrat zu verlassen. Auch wenn er damit schon der dritte Mann ist, der in der gegenwärtigen Legislaturperiode das Mandat abgibt, stimmten die Abgeordneten seinem Antrag einhellig zu. Als Nachfolger vereidigte Bürgermeister Volker Zocher (parteilos) den 61-jährigen Frank Schneider.

Verlässt den Stadtrat

Verlässt den Stadtrat: Sylvio Mahla von der Unabhängigen Wählervereinigung.

Quelle: LVZ-Archiv/Andreas Röse

Mahla war das Zugpferd der Unabhängigen Wählervereinigung (UWV). Unvergessen, als der beliebte Apotheker zur Kommunalwahl 2009 mit 1284 Stimmen das mit großem Abstand beste Ergebnis aller Stadtratskandidaten einfuhr. Ganz so gut sah es 2014 nicht mehr aus. Damals hatte die UWV schwere Zeiten hinter sich mit einem missglückten Wahlkampf um das Bürgermeisteramt. Die CDU wurde stärkste Kraft, und Mahla musste drei Kandidaten an sich vorbeiziehen lassen: Mario Schaller von der Bürgerinitiative Naunhof (BiN), Hermann Kinne (CDU) und Lutz Kadyk von der Wählervereinigung Ammelshain. Dennoch blieb er stärkster Mann der UWV.

Allerdings wurde er zunehmend ruhig in den Ratssitzungen, eine innere Spannung ließ sich ihm anmerken. Offiziell begründete der 53-Jährige sein Rücktrittsgesuch jetzt mit einer sehr schweren Krankheit seiner Mutter und eigenen großen gesundheitlichen Problemen. Gegenüber der LVZ nannte er aber weitere Überlegungen. „Ich verstand im Stadtrat beide Seiten, wollte aber keinen Krieg mitmachen“, sagte er. „Deshalb höre ich jetzt mit der Politik komplett auf und bleibe meiner Apotheke treu.“

Rückt für Mahla im Naunhofer Stadtrat nach

Rückt für Mahla im Naunhofer Stadtrat nach: Bauingenieur Frank Schneider.

Quelle: Frank Pfeifer

Wichtig sei ihm, sich einer Sache, die er anpackt, voll und ganz widmen zu können. Dazu habe er sich in der Parlamentsarbeit nicht mehr in der Lage gesehen – angesichts der privaten Probleme. „Auch meine Mitarbeiter litten, weil der Chef im Stress war. Außerdem tut es weh, wenn sehr gute Kunden wegen der politischen Streitigkeiten nicht mehr kommen.“

In der Stadtratsitzung am Donnerstagabend betonte Gabriele Wegel (CDU), sie habe Mahlas Meinung immer sehr geschätzt. Michael Eichhorn (Linke) zollte Mahla „Anerkennung, Respekt und Dank“ für dessen Mitarbeit. Jörg-Dietmar Funke (UWV) erinnerte daran, dass er Mahla für die Wahl von 2004 rekrutiert habe und wünschte ihm „alles Gute und Gesundheit“; und Mario Schaller von der BiN nannte Mahla ein „kommunalpolitisches Urgestein“, das viel für die Stadt erreicht habe. Auch Bürgermeister Zocher bedankte sich für eine Zusammenarbeit, „die trotz oft unterschiedlicher Meinungen immer auf Augenhöhe stattfand.“

Mahlas Nachfolger im Stadtrat, Frank Schneider, betreibt in Naunhof ein selbstständiges Ingenieurbüro. Kommunalpolitische Erfahrungen bringt er mit. 2012 rückte er schon einmal für die UWV auf, als Funke nach dem Rücktritt von Bürgermeister Uwe Herrmann Amtsverweser im Rathaus wurde.

Bereits zur zweiten Sitzung der jetzigen Legislaturperiode hatte es den ersten personellen Wechsel im Stadtrat gegeben. Harry Eichhorn (Linke) trat im Juli 2014 aus Altersgründen zurück und machte damit Platz für seinen Sohn Michael.

Im September vergangenen Jahres warf dann Michael Pöhland von der Freien Wählervereinigung Fuchshain hin. Als Grund nannte er, das Vertrauensverhältnis zum Bürgermeister sei nicht mehr gegeben. Da es aus seiner Gruppierung keinen weiteren Kandidaten für den Stadtrat gab, blieb sein Stuhl fortan unbesetzt.

Von Frank Pfeifer

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