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Grimma THW-Ortsverband Grimma profitiert vom Konjunkturpaket
Region Grimma THW-Ortsverband Grimma profitiert vom Konjunkturpaket
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19:44 25.10.2009
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Grimma

„In unserem Fahrzeugpark hatte sich den letzten Jahren ein Stau gebildet, der mit einem Schlag nahezu abgebaut wurde“, beschreibt Olav Praetsch, langjähriger Beauftragter des Grimmaer Ortsverbandes des Technischen Hilfswerks (THW) und jetziger Vorsitzender des Fördervereins, die Situation im Stützpunkt an der A 14.

Bereits Ende 2008 konnten der Grimmaer Ortsbeauftragte Maik Eger und sein Team einen neuen so genannten Mehrzweck-Kraftwagen in Empfang nehmen, zu dem sich im Laufe dieses Jahres ein geländegängiger Gerätekraftwagen, das Herzstück eines jeden Ortsverbandes, gesellte. „Normalerweise hätten diese Investitionen erst in zwei bis drei Jahren angestanden, aber die Maßnahmen zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise haben zu einer Beschleunigung geführt“, so Praetsch, der die Investition auch als eine zusätzliche Motivation für die Grimmaer THWler betrachtet.

„Es macht einen Unterschied, ob ich meine Helfer mit überalterter oder eben hochmoderner Einsatztechnik vertraut mache.“

Wobei den Grimmaer Ortsverband keine unmittelbaren Nachwuchsprobleme plagen. „Man kann zwar nie genügend Leute haben, zumal wir aktuell unsere zwei Bergungsgruppen auffüllen müssen“, so der Authausener, der die Leitung des Ortsverbandes vor zwei Jahren an Maik Eger übergab. „Aber prinzipiell haben wir in Grimma den Generationswechsel sehr gut hingekriegt.“

Dies sei bei einem gerade einmal 13 Jahre alten Ortsverband, bei dem man nicht von einem gewachsenen sprechen könne, keineswegs so selbstverständlich. Man habe jedoch den Vorteil einer guten Mischung aus jungen und alten Helfern, wobei insbesondere letztere von unschätzbarem Wert seien. „Junge, dynamische Leute sind sicherlich wichtig, aber nicht weniger wichtig sind erfahrene und mit der entsprechenden Altersweisheit ausgestattete Vertreter der Generation 50 plus“, so Praetsch, der Mitte der 90-er Jahre seine im THW-Bezirksverband Hamburg-Altona gesammelten Erfahrungen beim Aufbau des Grimmaer Ortsverbandes einbrachte.

Ein gutes Beispiel für einen Vertreter dieser Generation stelle Bernd Zeibig dar, der sich im Vorjahr der Fachgruppe Elektroversorgung angeschlossen hat. „Dieser Mann mit seinen Kenntnissen ist für uns Gold wert“, ist Praetsch des Lobes für den Wurzener voll. Abgesehen von seinen Voraussetzungen, die ihm das Ausfüllen der Funktion des Gruppenführers ermöglichten, sei Zeibig einer, der „einen Laden zusammenhalten kann und dem man nicht erst Benimmregeln beibringen muss“. Charaktereigenschaften, die auch in einem Jahr wie dem aktuellen, in dem kein größerer Einsatz vergleichbar mit dem während der Jahrhundertflut vor sieben Jahren vonnöten war, von großer Wichtigkeit seien.

„Abgesehen davon, dass es für die THW-Helfer gilt, immer und immer wieder zu üben, um im Ernstfall einsatzbereit zu sein, gibt es in jedem Jahr mit Veranstaltungen wie der Mulderegatta, dem Muldental-Triathlon oder den Neuseen Classics jede Menge zu tun“, so der Fördervereins-Vorsitzende, der darauf hinweist, dass neben solcherart Einsätzen noch diverse kleine und von der Bevölkerung kaum wahr genommene „Dienstleistungs-Aufträge“ wie beispielsweise der Transport von Zelten während des Deutschland-Besuches des amerikanischen Präsidenten auf der Tagesordnung stünden.

Roger Dietze

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