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Grimma Tänze, Schülerkonzert und Instrumente – Musikschüler zeigen ihr Können
Region Grimma Tänze, Schülerkonzert und Instrumente – Musikschüler zeigen ihr Können
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00:33 19.04.2018
Wilhelm Busch in der Musikschule Muldental: Die Kinder der Tanzklassen aus Grimma und Machern führten in Grimma „Max & Moritz“ und „Onkel Fritz“ auf. Quelle: Roger Dietze
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Grimma

Violine, Gitarre oder doch Blockflöte? Für welches Instrument sich die sechsjährige Linda letztendlich entscheiden wird, ist derzeit noch offen. Die offensichtliche Freude jedoch, mit der die angehende Erstklässlerin aus Grimma am Sonnabendnachmittag beim Tag der offenen Tür der Musikschule Muldental die Violine spielte, lässt vermuten, dass ihre Wahl auf die Königin der Streichinstrumente fallen wird.

„Im Rahmen unseres seit Jahresbeginn laufenden Instrumenten-Karussells machen sich die Kinder mit vier verschiedenen Instrumenten vertraut, denn nur wenn Kinder Instrumente auch einmal ausprobiert und in der Hand gehalten haben, ist fröhliches und gelingendes Lernen möglich“, sagt Gabriele Pohl, Fachabteilungsleiterin musikalische Früherziehung an der Musikschule Muldental „Theodor Uhlig“.

Diese stellte vorgestern in Grimma die gesamte Bandbreite ihrer musikalisch-kreativen Angebote vor, wobei die Palette von einer Tanzdarbietung über ein Schülerkonzert und die Vorstellung der verschiedenen Instrumente bis hin zu einem Klaviertheater reichte, bei dem der Schwerpunkt auf dem Perspektivwechsel der Akteure – Instrumentalisten und Theaterspieler – lag. Inhaltlich einen neuen Schwerpunkt gesetzt hat die Musikschule Muldental mit der Festanstellung von Tanzpädagogin Nicole Siepert-Rzoska, die mit ihren Schützlingen im Alter zwischen vier bis 14 Jahren Wilhelm Buschs „Max & Moritz“ und „Onkel Fritz“ in Grimma aufführte.

Unter anderem unter Mitwirkung der zehnjährigen Talea, deren Mutter Ina Frenzel von der neuen Lehrkraft schwärmt. „Sie macht einen sehr engagierten Job und achtet darauf, dass weder der Spaß noch die Disziplin zu kurz kommen“, so die Machernerin. Dem Leiter der Musikschule Muldental, Roland Krause zufolge ist mit dieser Festanstellung die Nachfrage nach den Tanzangeboten des Kommunalen Eigenbetriebes des Landkreises Leipzig angestiegen.

„Nur leider können wir nicht so viele Festanstellungen vornehmen, wie es wünschenswert wäre“, so Krause. Begrenzt ist dessen Einfluss auch hinsichtlich der Zahl der Muldentaler Musikschüler, die bei über 1200 liegt. „Mehr sind grundsätzlich immer erwünscht, weil das Musizieren, die Schulung des ästhetischen Empfindens und das Praktizieren des interaktiven Miteinanders möglichst vielen Kindern ermöglicht werden sollte“, sagt Krause, der hingegen die Zentrierung auf die Digitalisierung im Allgemeinen und die in den Schulen im Besonderen für überzogen hält. „Die unlängst in Sachsen bekanntgewordenen Pläne, neben dem Sport- auch den Musikunterricht zu kürzen, sind ein Ausdruck dieses nach meinem Dafürhalten problematischen Zeitgeistes.“

Mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten versucht Roland Krause gegenzusteuern. In Grimma zur Seite steht ihm seit dem vergangenen Sommer mit Gustav Geißler ein junger und engagierter Außenstellenleiter. „Mit seiner Hilfe versuchen wir die Zusammenarbeit mit den Grimmaer Schulen zu intensivieren und wollen verstärkt Angebote innerhalb der Schulzeit unterbreiten, um Eltern und Kinder von zusätzlichen Terminen nach Schulschluss zu entlasten“, so der Muldentaler Musikschulleiter, der einen weiteren Schwerpunkt in seiner Einrichtung im Aufbau eines neuen Musikschul-Orchesters sieht. „Wir sind aktuell dabei, neue jüngere Mitstreiter zu gewinnen“, so Krause. Grundsätzlich seien dabei zwar Streichinstrumente ein zentraler Bestandteil, man sei aber auch für andere Instrumente offen. „Wir schicken ganz sicher keinen Interessenten an einer Mitarbeit im Orchester weg.“

Von Roger Dietze

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