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Grimma Tafel startet in Grimma an neuer Stelle durch – Spenden willkommen
Region Grimma Tafel startet in Grimma an neuer Stelle durch – Spenden willkommen
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16:47 11.03.2018
Gestern wurde die Muldentaler Tafel nach ihrem Umzug zum Prophetenberg offiziell eröffnet. Mitarbeiterin Annemarie Kahramann verpackt hier Kuchen. Im Hintergrund Tafelleiter Sven Wittenberg (re.) sowie die Bürgermeister Matthias Berger (Grimma, 2. v. re.) und Stefan Müller (Trebsen, 3. v. re.) sowie Vereinschef Christian Kamprad (Mi.). Quelle: Foto: Thomas Kube
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Grimma

Nach ihrem Umzug zum Prophetenberg 7 in Grimma wurde die neue Ausgabestelle der Muldentaler Tafel Freitagmittag ihrer Bestimmung übergeben. „Es ist ein Grund zum Anstoßen“, hob Christian Kamprad das Glas und dankte allen Unterstützern. Der Geschäftsführer des Bildungs- und Sozialwerkes Muldental schultert den Vorsitz im Verein Tafel Muldental, der im vorigen Jahr zur Rettung der Bedürftigen-Stelle ins Leben gerufen wurde. Dreimal in der Woche werden hier rund 800 Menschen mit Lebensmitteln versorgt. Und es werden Woche für Woche mehr, wie Tafel-Leiter Sven Wittenberg zu berichten weiß. Neben Migranten seien es vor allem Rentner, die sich neu einreihen. Die Ausgabestelle befindet sich am Möbelfundus.

Kamprad kam nicht umhin, auf die aktuelle Tafel-Diskussion in Deutschland einzugehen. „Wer sich nicht benimmt, bekommt nichts“, sagte er gegenüber der LVZ. Das gelte für Migranten ebenso wie für Deutsche. Ein großes Problem sei das aber in Grimma nicht. „Wer bedürftig ist und die Arbeit unserer ehrenamtlichen Mitarbeiter respektiert, ist hier willkommen“, betonte Kamprad. Einen Anspruch gebe es aber nicht. „Es ist grundsätzlich gut, Lebensmittel, die sonst vernichtet würden, zu sammeln und jenen zu geben, die wenig Geld haben.“ Es gehe aber auch um den Zusammenhalt der Gesellschaft, sagte er. Die Tafel Muldental habe ausreichend Ware, um keinen mit leeren Händen wegschicken zu müssen.

Grimma und Trebsen sind Mitglied im Verein. Oberbürgermeister Matthias Berger lobte, dass mit heiß gestrickter Nadel der Verein gebildet und so die Tafel nahtlos weiterbetrieben wurde. Bürgermeister Stefan Müller stellte in Aussicht, in Trebsen eine Ausgabe vor Ort zu etablieren. Der Förderverein der Feuerwehr stehe dazu in den Startlöchern.

Laut Kampfrad sind für Kühlhaus, Kühlzelle und Transportkisten-Wäsche drei Fördermittelanträge auf den Weg gebracht. Der Verein erhofft sich so 90 000 Euro, braucht aber 20 Prozent Eigenmittel. Deshalb ist jede Spende willkommen.

Von Frank Prenzel

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