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Grimma Tag der offenen Tür an der Sophienschule Colditz
Region Grimma Tag der offenen Tür an der Sophienschule Colditz
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18:12 30.11.2018
Die Besucher, darunter viele künftige Oberschüler, haben sich im Biologieraum schon mal als kleine Forscher ausprobiert. Quelle: Frank Schmidt
Colditz

Vom Umschwung auf kommunalpolitischer Ebene lässt sich die Oberschule Colditz nicht beeindrucken. „Ein Klageweg gegen den Schulneubau in Böhlen oder dessen Abbruch ist Sache der verantwortlich Gewählten. Wir haben die Aufgabe, unter den gegebenen Rahmenbedingungen bestmöglich Schule zu machen“, sagt ihr Leiter, Andreas Horn. Am Donnerstagabend bewies die Bildungsstätte eindrücklich, was sie damit meint.

Ein buntes Gewimmel aus Vertretern aller Generationen belebt die Flure zum Tag der offenen Tür. „Uns besuchen zu solchen Anlässen Eltern, Großeltern, Geschwisterkinder, ehemalige Schüler und viele andere Interessierte“, erklärt Horn. „Hier geht es nicht nur ums Angucken, sondern jeder hat die Möglichkeit, auch kleine Geschenke zu basteln.“ Es entstehen Gestecke, Baumschmuck und Schneemänner aus Socken.

Eltern und Verein ziehen mit

Unterstützung findet die Sophienschule durch ihren Förderverein, die Stadt und die Eltern. Mütter von Kindern aller Klassenstufen buken Leckeres für das dicht umringte Knusperlädchen. Dort gibt’s unter anderem auch von den Schülern hergestellte Werkstattbilder und Etageren aus Colditzer Porzellan, das Horn mit einem Keramikbohrer durchlöchert hat.

Buntes Treiben herrschte zum Tag der offenen Tür am Donnerstagabend in der Sophienschule Colditz. Für jede Generation gab es etwas zum Staunen und Genießen.

Überhaupt ist der Schulleiter handwerklich begabt, denn unter seinen Fingern entstanden auch die Feuertonnen, über denen sich im Hof Knüppelkuchen dreht. Eltern betreuen den Glühwein- und Suppenstand im Außengelände, sie hatten es sich so gewünscht.

Die Laienspielgruppe sorgt mit ihrem Stück „Schneewittchen ist weg“ für Heiterkeit in der Aula. Physik-, Chemie- und Biologieexperimente ziehen in den Fachkabinetten neugierige Blicke auf sich. Informiert wird über den Schüleraustausch mit Kasachstan. Die Kleineren fasziniert, mit einem ferngesteuerten Polizeiauto einen Parcours abfahren und mit einem Bagger Golfbälle verladen zu können. Und und und.

Schwerpunkt Berufsvorbereitung

Im Elterncafé sitzen Väter und Mütter von Kindern der Sophienschule und von Grundschülern ungezwungen zusammen, reden über die Lernbedingungen im Hause, die Schulsozialarbeit und die Berufsorientierung. Neben der Wissensvermittlung will die Bildungsstätte ihre Schützlinge vor allem auf das spätere Leben vorbereiten.

Regelmäßig setzt sie Maßstäbe mit ihrer Kompetenzrallye, den Schul-Skills, bei denen regionale Unternehmen ins Haus kommen und Schüler ab der siebten Klasse Praxisaufgaben lösen. Für das Engagement erhielt die Bildungsstätte erst im Oktober vom sächsischen Kultusministerium das Qualitätssiegel für berufliche Orientierung, das bis 2023 gilt. „Wir besitzen es seit über zehn Jahren, und wir sind eine von nur drei Schulen im Freistaat und die einzige im Landkreis Leipzig, die es zweimal rezertifiziert bekam“, betont Horn.

Inklusion und Integration als Aufgaben

Seiner Meinung nach existiert damit ein vernünftiges pädagogisches Konzept, bei dem es unerheblich ist, ob sich Colditz und Grimma streiten, das unweit auf dem Lande seine Oberschule durch eine neue ersetzen will. Auch Beratungslehrerin Simone Priemer versichert: „Böhlen spielt in unserem Lehrerzimmer keine Rolle. Wir machen unsere Arbeit und wollen unsere Schule voran bringen.“ Als zusätzlicher Schwerpunkt kommt jetzt die Inklusion und Integration hinzu, um Kindern, die eine besondere Unterstützung brauchen, besser Hilfe geben zu können. Andreas Horn: „Dazu haben wir eine Kooperation geschlossen mit zwei Förderschulen in der Region.“

Von Frank Pfeifer

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